Ringstraße in 7 Tagen — Islands klassische Erstschleifen-Reiseroute
Southern Region Iceland: Journey around Iceland 7 day Circle tour
Duration: 7 days
Islands Ringstraße (Route 1) ist 1.322 km lang. Sieben Tage reichen aus, um den Rundkurs zu absolvieren, die wesentlichen Sehenswürdigkeiten zu sehen und ein Gefühl für das Ausmaß und die Vielfalt des Landes zu bekommen — vorausgesetzt, man ist ehrlich darüber, was „sieben Tage” auf dieser Strecke wirklich bedeutet.
Diese Reiseroute versucht nicht, alles unterzubringen. Sie priorisiert Tiefe über Breite. Sieben Tage in einem vernünftigen Tempo hinterlassen echte Erinnerungen an bestimmte Orte; sieben Tage maximaler Abdeckung produzieren eine Liste von GPS-Koordinaten.
| Gesamtstrecke | 1.322 km Rundstrecke, 220–280 km/Tag mit Abstechern |
| Auto nötig | 2WD-Kleinwagen, nur im Sommer — siehe Mietwagenhinweise unten |
| Kosten pro Person (mittlere Preisklasse) | rund 350.000–460.000 ISK für 7 Tage |
| Im Voraus buchen | Walbeobachtung, Gletscherwanderung als Zusatzoption, sämtliche Sommerunterkünfte |
| Beste Monate | Juni–August für vollen Zugang; Nebensaison braucht einen 4x4 |
Was sieben Tage auf der Ringstraße realistisch abdecken
Die Ringstraße hat vier unterschiedliche Abschnitte:
- Südküste (Reykjavík nach Höfn): 460 km, meist asphaltierte flache Straße, höchste Konzentration an Stopps
- Ostfjorde (Höfn nach Egilsstaðir): 270 km, kurvenreiche Küstenstraßen, ruhiger
- Nordisland (Egilsstaðir nach Akureyri): 270 km, umfasst Mývatn und Goðafoss
- Rückkehr westwärts (Akureyri nach Reykjavík): 390 km, mit optionalem Golden Circle
Sieben Tage erlauben etwa einen Tag pro Abschnitt plus gewidmete Zeit an den Sehenswürdigkeiten mit höchster Priorität. Die Abwägungen: die Ostfjorde bekommen maximal eine Nacht; die Westfjorde liegen nicht an der Ringstraße und erfordern eine separate Reise.
Ehrlicher Vorbehalt zu Ringstraßen-Entfernungen: 1.322 km über 7 Tage ergibt im Durchschnitt 189 km pro Tag. Das ist machbar — aber nur, wenn man berücksichtigt, dass der Ostfjorde-Abschnitt (Höfn nach Egilsstaðir, 270 km) aufgrund der kurvenreichen Fjordstraße 4 Stunden dauert, nicht 2 Stunden 30 Minuten. Für Fahrzeitangaben: Ringstraßen-Leitfaden.
Mietwagenhinweise
Für 7 Tage ist ein Standard-Zweiradantrieb-Kleinwagen (Toyota Yaris-Klasse) ausreichend, wenn man auf asphaltierten Straßen bleibt und das Hochland meidet. Ein Allradantrieb ist nur für F-Straßen (Hochlandpfade) notwendig. Budget: 12.000–20.000 ISK (78–130 €) pro Tag inklusive CDW-Versicherung. Weit im Voraus für Sommer buchen; die Nachfrage ist von Juni bis August hoch.
Tag 1: Reykjavík nach Vík (188 km, 2 Std. 30 Min. Fahrt)
Abfahrt Reykjavík: 08:00 Uhr
Route 1 ostwärts entlang der Südküste fahren.
Stopps:
- Seljalandsfoss (09:15, 1 Stunde): Wasserfall mit Hinter-den-Fällen-Weg, plus versteckter Gljúfrabúi-Schluchtenfall
- Skógafoss (10:45, 1 Stunde): breiter, kraftvoller Wasserfall, 430-stufige Treppe nach oben
- Reynisfjara (13:00, 45 Minuten): schwarzer Sandstrand mit Basaltsäulen — Wellensicherheit unerlässlich
- Dyrhólaey (14:15, 45 Minuten): Basaltkap und Meeresbogen, Leuchtturm-Aussichtspunkt
Ankunft Vík: 15:30 Uhr
Schlafen: Hótel Kría (Vík, ab 25.000 ISK) oder Black Beach Suites (ab 30.000 ISK). Monate im Voraus für Sommer buchen.
Tanken: Am N1 in Vík tanken.
Tag 2: Vík nach Höfn (270 km, 3 Std. 15 Min. Fahrt)
Abfahrt Vík: 08:30 Uhr
Südküste und Gletscherwanderung — wer am ersten Tag auf Sólheimajökull wandern möchte, einer geführten Gletscherwanderung morgens beitreten, dann weiter ostwärts fahrenStopps:
- Fjaðrárgljúfur-Canyon (09:30, 45 Minuten): 100 m tiefer Canyon über Route F206, 30 km östlich von Vík. Schotterstraße, mit Zweiradantrieb geeignet
- Kirkjubæjarklaustur (10:30, 30 Minuten): Tanken, Kaffee, optionaler Systrafoss-Wasserfall (10-minütiger Spaziergang)
- Skaftafell / Vatnajökull-Nationalpark (11:30, 2 Stunden): Svartifoss-Wasserfall-Wanderung (3 km Hin- und Rückweg), Gletscherblick
- Jökulsárlón (14:00, 1,5 Stunden): Gletscherlagune mit Bootstour, Uferrundgang
- Diamond Beach (15:30, 45 Minuten): Eisstücke auf schwarzem Sand, direkt südlich der Brücke
Ankunft Höfn: 17:30 Uhr
Höfn-Abendessen: Die Stadt ist Islands Langustinenhauptstadt. Pakkhús-Restaurant (Krosseyjarvegi 3) bietet die besten Langustinen in einer Region, die sie ernst nimmt — Hauptgerichte 4.000–6.500 ISK (26–42 €).
Schlafen: Fosshotel Vatnajökull (Route 1, östlich von Höfn, ab 30.000–40.000 ISK) oder Milk Factory-Gästehaus (in Höfn-Stadt, budgetfreundlicher, zuverlässig), ab 20.000–28.000 ISK (130–182 €).
Tag 3: Höfn durch die Ostfjorde nach Egilsstaðir (270 km, 4 Std. Fahrt)
Abfahrt Höfn: 09:00 Uhr
Der Ostfjorde-Abschnitt ist Islands schönste Fahrstrecke und seine am wenigsten besuchte Hauptregion. Route 1 folgt der Küste durch eine Reihe von Fjorden, mit kleinen Fischerdörfern am Grund jedes Einlasses.
Stopps:
- Stokksnes-Halbinsel (10 km östlich von Höfn): ein Sandspit mit dem Vestrahorn als Hintergrundkulisse — wirklich filmreife Landschaft. Eintritt beim Viking-Café-Landbesitzer: 1.000 ISK (6,50 €). Lohnend; die Berg-und-Strand-Kombination ist eine der besten Landschaftsfotografien Islands.
- Djúpivogur (ca. 100 km östlich von Höfn): ein kleines Hafendorf mit einer öffentlichen Kunstinstallation (Eggin í Gleðivík). Ein 15-minütiger Kaffeestopp.
- Breiðdalsvík oder Fáskrúðsfjörður: zwei Fischerdörfer an der Fjordstraße. Fáskrúðsfjörður (als „Eskifjörður” auf Französisch beschildert — es war im 19. Jahrhundert eine französische Fischerbasis) hat ein überraschend gutes Geschichtsmuseum. Tanken und zu Mittag essen, wenn man im Zeitplan liegt.
Die Fjordstraße: Dieser Abschnitt ist nicht schnell. Route 1 braucht ca. 4 Stunden für 270 km wegen der kurvenreichen Küstenstraße. Es gibt Abschnitte mit erheblichem Anstieg und Abstieg. Bei Nebel (auf den Ostfjorden häufig) kann die Sichtweite gering sein. Dem Straßenzustand entsprechend fahren.
Ankunft Egilsstaðir: 14:00–15:00 Uhr
Egilsstaðir ist ein funktionaler Knotenort statt ein Reiseziel. Es ist jedoch der beste Ort, um sich für Nordisland zu bevorraten.
Optionaler Umweg: Seyðisfjörður liegt 27 km östlich von Egilsstaðir über einen Gebirgspass. Eine kleine Fjordstadt mit einer Kirche aus der norwegischen Ära, mehreren Künstlerstudios und dem Fährterminal für die Dänemark/Färöer-Inseln-Fähre. Die Stadt ist wunderschön und bei ausreichend Zeit einen Besuch wert. Die Passstraße kann bei schlechtem Wetter oder im Winter gesperrt sein.
Schlafen in Egilsstaðir oder Seyðisfjörður: Hótel Aldan (Seyðisfjörður, restauriertes historisches Gebäude, ab 25.000–32.000 ISK / 163–208 €) ist die bessere Option. In Egilsstaðir: Lake Hotel Egilsstaðir (Route 1, ab 22.000–30.000 ISK / 143–195 €).
Tag 4: Egilsstaðir nach Akureyri über Mývatn (270 km, 5 Std. mit Stopps)
Abfahrt Egilsstaðir: 08:30 Uhr
Dies ist der inhaltsreichste Einzeltag in Bezug auf Sehenswürdigkeiten pro Kilometer auf der Ringstraße.
Stopps:
- Dettifoss (optional, 2 Std. Umweg von Route 1 über Route 862/864): Europas mächtigster Wasserfall nach Volumen — 500 Tonnen Wasser pro Sekunde bei Spitzenfluss. Route 862 (Westseite, asphaltiert) bietet die dramatische Aussicht. Route 864 (Ostseite, Schotter) ist auch mit Zweiradantrieb zugänglich. Der 2-km-Weg zu den Fällen ist flach. 2 Stunden für den Umweg insgesamt einplanen.
- Ásbyrgi-Canyon (optional, 35 km nördlich von Dettifoss): ein hufeisenförmiger Canyon, den die nordische Mythologie Sleipnir (Odins achtbeinigem Pferd) zuschreibt, der mit einem Huf den Boden berührt. Der Canyonboden ist ein Birkenwald; die Wände sind 100 m hoch. Gute Wanderwege, kostet aber Zeit.
- Mývatn-See (12:00, 2 Stunden): Islands am zugänglichsten aktives Geothermalgebiet. Das Námafjall-Geothermalfeld (kochende Schlammtümpel, Schwefelquellen), der Hverfjall-Krater (40-minütiger Wanderweg um den Rand) und die Dimmuborgir-Lavaformationen (45-minütiger Weg durch verdrehte Vulkanformen). Die Mývatn Nature Baths (Geothermalpool, ruhiger als die Blaue Lagune, Eintritt ca. 6.200 ISK / 40 €) sind einen 1–1,5-stündigen Stopp wert.
- Goðafoss (15:00, 30 Minuten): Der „Wasserfall der Götter” — Islands historisch bedeutendster Wasserfall. Der Häuptling Þorgeir Ljósvetningagoði warf im Jahr 1000 n. Chr. seine heidnischen Statuen in die Fälle, als Island das Christentum annahm. Die Fälle sind breit und von einem kurzen Weg zugänglich; die geschwungene Hufeisenform ist markant.
Ankunft Akureyri: 17:00–18:00 Uhr
Schlafen in Akureyri: Hótel Kea (Hafnarstræti 87–89, ab 28.000–38.000 ISK / 182–248 €) ist das Stadthotel, zentrale Lage. Gistihúsið Lake Hotel (ruhiger, 5 km vom Zentrum, Seeblick, ab 20.000–26.000 ISK) für eine ruhigere Option.
Akureyri-Abendessen: Die Stadt (20.000 Einwohner — Islands zweitgrößte) hat die besten Restaurants außerhalb von Reykjavík. Rub23 (Kaupvangsstræti 6) für Sushi und Arktikfisch; Strikið (Skipagata 14) für traditionell isländische Küche mit Hafenblick; Bautinn (Hafnarstræti 92) für eine günstigere Lammsuppe und Fisch.
Tag 5: Akureyri-Gegend — Wale und Erkundung
Akureyri-Tag oder Fahrt in Richtung Nordküste
Husavík liegt 90 km östlich von Akureyri und ist Islands Walbeobachtungshauptstadt — die Bucht hat eine der höchsten ganzjährigen Buckelwaldichten im nördlichen Atlantik.
Húsavík Original-Walbeobachtung — traditionelles Eichenboot, hohe Erfolgsrate für Buckelwale, ansässiger Meeresbiologe, 3-stündige TourAkureyri um 09:00 Uhr verlassen, nach Húsavík fahren (1 Stunde 10 Minuten), die Walbeobachtungstour um 11:00 Uhr nehmen (im Voraus buchen), bis 15:00 Uhr nach Akureyri zurückkehren.
Oder: In der Akureyri-Gegend bleiben
Akureyri selbst hat Gutes, das eine späte Ankunft an Tag 4 vielleicht verpasst hat:
- Botanischer Garten von Akureyri (kostenlos, täglich geöffnet): der nördlichste botanische Garten der Welt mit einer umfangreichen Sammlung isländischer und subarktischer Pflanzen
- Kjarnaskógur Wald (kostenlos): Islands größter Stadtwald, Wanderwege
- Gamla bíóið Kino (Hafnarstræti 82): Islands ältestes noch in Betrieb befindliches Kino, zeigt klassische isländische Filme
Schlafen Nacht 5: Wieder Akureyri oder beginnen, westwärts nach Blönduós oder Varmahlíð zu fahren.
Tag 6: Akureyri nach Reykjavík (390 km, 4 Std. 30 Min. Fahrt)
Option A — Direkte Rückkehr über Route 1 westwärts
Die direkte Rückkehr von Akureyri nach Reykjavík entlang Route 1 westwärts dauert 4,5–5 Stunden ohne Stopps. Über Blönduós, Borgarnes und durch den Hvalfjörður-Tunnel oder über die Fjordstraße. Das ist ein langer, aber unkomplizierter Fahrtag.
Stopps auf der direkten Rückkehrstrecke:
- Glaumbær Freilichtmuseum (bei Varmahlíð, ca. 80 km westlich von Akureyri): einer von Islands am besten erhaltenen Torfhof-Komplexen mit Einrichtungen aus dem 19. Jahrhundert. Eintritt ca. 2.500 ISK (16 €). 1 Stunde einplanen.
- Hvammstangi-Robbenkolonie (Route 711 nordwestlich von Blönduós): Islands größter Robbenbettachtungsort auf der Vatnsnes-Halbinsel. Robben liegen bei Hvítserkur auf Felsen — ein dramatischer Basalt-Meeresstack in Form eines Trinken-Drachen. Als Umweg 1,5–2 Stunden einplanen.
Ankunft Reykjavík: 18:00–19:00 Uhr
Option B — Rückkehr über den Golden Circle (fügt 3 Stunden hinzu)
Früh von Akureyri abfahren (07:00 Uhr), Route 1 westwärts nach Þingvellir, dann den Golden Circle (Geysir, Gullfoss) absolvieren, am späten Nachmittag in Reykjavík ankommen. Das verwandelt einen Fahrtag in ein letztes volles Tageserlebnis, erfordert aber einen frühen Start.
Tag 7: Reykjavík und Abreise
Morgen in Reykjavík
Wenn der Flug nachmittags ist, ist der Morgen frei für alle Reykjavík-Punkte, die bei der Ankunft verpasst wurden:
- Hallgrímskirkja-Turm für letzte Aussichten
- Perlan-Museum (Öskjuhlíð, Eintritt ca. 20 €): Gletscherausstellung, Aurora-Simulator, Islandgeologie-Inhalt — wirklich gutes Museum, besser als erwartet
Blaue Lagune bei der Abreise:
Die Blaue Lagune liegt zwischen Reykjavík und dem Flughafen Keflavík. Bei Nachmittagsflug ist ein Einlass um 10:00 oder 11:00 Uhr in der Blauen Lagune, gefolgt von einem Flughafentransfer, die Standardabreisestruktur.
Voranmeldung ist Pflicht. Das Grundpaket (Comfort) mit Handtuch, einem Getränk und Silikamaske kostet 12.900–15.900 ISK (84–104 €).
Unterkunftsübersicht
| Nacht | Ort | Budget-Option | Mittelklasse-Option |
|---|---|---|---|
| 1 | Vík | Þakgil-Campingplatz | Hótel Kría |
| 2 | Höfn | Milk Factory | Fosshotel Vatnajökull |
| 3 | Egilsstaðir/Seyðisfjörður | Campingplatz | Hótel Aldan |
| 4 | Akureyri | Gistihúsið | Hótel Kea |
| 5 | Akureyri oder Blönduós | Campingplatz | Hótel Kea |
| 6 | Reykjavík | Loft Hostel | Hótel Borg |
Geführte vs. Selbstfahrertour auf der Ringstraße
Das Selbstfahren bietet vollständige Kontrolle und die Möglichkeit, spontan anzuhalten. Eine geführte Tour nimmt die Logistik ab, schränkt aber Timing und Stopps ein.
7-tägige geführte Ringstraßentour von Reykjavík — Kleingruppe, Expertenführer, Unterkunft inklusive, alle wichtigen Stopps abgedecktWenn Logistik (Mietwagen, Navigation, Unterkunftsbuchung) eher Stress als Freude bereitet, ist eine geführte Tour eine wirklich gute Option. Die besten Kleingruppen-Ringstraßentouren fahren mit 12–16 Personen, haben einen kenntnisreichen Führer und übernachten durchgehend in Mittelklasse-Unterkünften.
Selbstfahren vs. geführte Tour: echter Kostenvergleich
| Selbstfahren (2 Personen teilen sich Auto) | Geführte Kleingruppentour | |
|---|---|---|
| Kosten pro Person | rund 175.000–230.000 ISK (Auto, Sprit, eigenes Tempo) | rund 350.000–500.000 ISK alles inklusive |
| Flexibilität | Volle Flexibilität — überall anhalten, Pläne täglich ändern | Feste Route und Stoppdauern |
| Fahrstress | Du fährst jeden Tag, auch die Ostfjorde | Keiner — zurücklehnen und den Guide navigieren lassen |
| Buchungsaufwand | Hoch — Auto, jedes Hotel, jede Aktivität | Niedrig — eine Buchung deckt alles ab |
Die ehrliche Rechnung: Selbstfahren ist günstiger und flexibler, wenn du dich auf unbekannten Straßen sicher fühlst (einschließlich einspuriger Brücken und Schotterabstecher) und die Logistik von sechs verschiedenen Hotelbuchungen nicht stört. Eine geführte Tour kostet pro Person etwa doppelt so viel, nimmt dir aber jede Planungs- und Fahrentscheidung ab — lohnenswert für Reisende ohne internationalen Führerschein, ohne Sicherheit beim Fahren unter Winterbedingungen oder für alle, die einfach Urlaub statt ein Logistikprojekt wollen.
Wenn nur Zeit für drei Fotostopps bleibt
Jeder Stopp auf dieser Route lohnt die Kamera, aber wenn ein Tag wirklich knapp wird, sind drei besonders schützenswert: Jökulsárlón und Diamond Beach (Tag 2) für die Eisberge vor schwarzem Sand, unerreicht überall sonst auf der Runde; Seljalandsfoss (Tag 1) für den Blick hinter dem Wasserfall, den nur wenige andere isländische Wasserfälle erlauben; und Goðafoss (Tag 4) für die breite Hufeisenform und bei klarem Wetter die Spiegelungen im ruhigen Wasser darunter. Der Island-Fotografie-Guide enthält stoppweise Timing-Tipps, um jeden davon im besten Licht zu fotografieren.
Häufig gestellte Fragen zu dieser 7-tägigen Island-Reiseroute
Reichen 7 Tage für die Ringstraße?
Sieben Tage sind das Minimum für ein bedeutungsvolles Ringstraßenerlebnis. Man sieht die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, muss aber selektiv sein — man kann nicht überall anhalten. Zehn Tage sind die komfortablere Option. Für die Version mit mehr Spielraum: 10-Tage-Ringstraßen-Reiseroute.
Soll man im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn fahren?
Beide Optionen sind gleichwertig in Bezug auf Straßenqualität. Im Uhrzeigersinn (mit der Südküste beginnend) bedeutet, die höchste Konzentration an Sehenswürdigkeiten früh zu sehen, wenn die Energie frisch ist. Gegen den Uhrzeigersinn bedeutet, Jökulsárlón von Osten in besserem Morgenlicht zu erreichen. Für eine detaillierte Analyse: Ringstraße im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn-Leitfaden.
Wie lang ist die Ringstraße insgesamt?
1.322 km. Bei einem Durchschnitt von 189 km pro Tag über 7 Tage ist dies eine komfortable Tagesstrecke — aber sie berücksichtigt keine Umwege (Dettifoss, Seyðisfjörður, Húsavík), die 80–120 km hinzufügen. Tatsächliche Tagesstrecken von 220–280 km bei der Planung einkalkulieren.
Welchen Autotyp brauche ich für die Ringstraße?
Ein Standard-Zweiradantrieb-Kleinwagen reicht für die gesamte Ringstraße, wenn man auf der asphaltierten Route 1 bleibt. Ein Allradantrieb ist nur erforderlich, wenn man F-Straßen (Hochlandpfade) erkunden möchte. Für Details: Zweiradantrieb vs. Allradantrieb-Leitfaden.
Was kostet die 7-tägige Ringstraße?
Ungefähres Budget pro Person, Mittelklasse: Unterkunft 18.000–28.000 ISK pro Nacht (117–182 €) × 6 Nächte = 108.000–168.000 ISK; Mietwagen 15.000–20.000 ISK pro Tag = 105.000–140.000 ISK; Kraftstoff ca. 40.000 ISK gesamt; Verpflegung 10.000–15.000 ISK pro Tag = 70.000–105.000 ISK; Aktivitäten/Eintritte 30.000–50.000 ISK. Gesamt: ca. 350.000–460.000 ISK (2.280–2.990 €) pro Person für 7 Tage. Für eine detaillierte Aufschlüsselung: Island-Kostenleitfaden.
Kann man die Ringstraße im Winter fahren?
Ja, aber mit erheblicher Vorbereitung. Winterreifen sind von November bis März gesetzlich vorgeschrieben. Einige Abschnitte können aufgrund von Stürmen vorübergehend gesperrt sein. Tageslicht ist begrenzt (4–5 Stunden im Dezember). Der Vorteil: Nordlichter jeden klaren Abend, weniger Touristen, günstigere Unterkunftspreise und eine völlig andere — oft dramatischere — Landschaft. Für den Winterfahr-Leitfaden: Island im Winter fahren.
Ist 7 Tage zu gehetzt im Vergleich zu 10 oder 14 Tagen?
Das hängt davon ab, was du von der Reise erwartest. Sieben Tage reichen wirklich für die hier abgedeckten Highlights, bedeuten aber höchstens eine Nacht in den Ostfjorden und keine Westfjorde oder Highlands. Die 10-Tage-Route fügt einen vollen Ostfjorde-Tag und einen richtigen Snæfellsnes-Stopp hinzu, ohne gehetzt zu wirken; die 14-Tage-Route fügt zusätzlich die Westfjorde oder Highland-F-Straßen hinzu. Ist dein Gesamturlaub unter einer Woche, ist diese Route die ehrliche Wahl, statt die längeren Routen zu komprimieren — erwarte aber keine gemütlichen Morgenstunden.
Was, wenn ich nur 3-4 Tage habe, nicht 7?
Versuche nicht die komplette Runde. Wähle stattdessen eine Region und mache sie richtig: Die Südküste in 3 Tagen oder Südküste und Gletscher in 4 Tagen decken den lohnendsten Abschnitt der Route 1 ab, ohne die langen Ostfjorde- und Nordisland-Fahrtage, die ein kurzer Ring-Road-Versuch sonst abschneiden müsste.
Straßenverhältnisse und Fahrealitäten
Die Ringstraße ist auf einer Karte weniger unkompliziert als sie erscheint. Einige Realitäten, die man vor der Abfahrt kennen sollte:
Einspurige Brücken: Zahlreich auf der Ringstraße, besonders im Osten. Die Regel ist: Das erste Fahrzeug zur Brücke hat Vorfahrt — das andere weicht. Sie sind beschildert; vor ihnen verlangsamen.
Vieh auf Straßen: Schafe streifen in Island von Juni bis August frei umher. Kollisionen sind häufig und der Fahrer ist gesetzlich verantwortlich. Unter dem Tempolimit in der Nähe von Höfen fahren und immer auf Schafe auf oder neben der Straße achten.
Tunnel: Island hat ein wachsendes Tunnelnetz, das früher schwierige Abschnitte umgeht. Einige Tunnel sind mautpflichtig (Kreditkarte an einem Stand bezahlt). Der Hvalfjörður-Tunnel (zwischen Reykjavík und Akureyri) kostet ca. 1.500 ISK (10 €) — man kann ihn umgehen, indem man die Fjordstraße fährt (30 Minuten länger, aber mit guten Aussichten).
Wind: Islands Wind ist erheblich. Hochprofil-Fahrzeuge (Campervans, SUVs) sind betroffen; einige Mietverträge beschränken das Fahren hochseitiger Fahrzeuge bei Wind über einer bestimmten Geschwindigkeit. Die Nord- und Nordostabschnitte der Ringstraße sind besonders exponiert.
Road.is: Die isländische Straßenbehörde unter road.is bietet Echtzeit-Straßensperrungen, Wetterbedingungen und F-Straßenstatus auf Englisch. Jeden Morgen vor dem Fahren prüfen.
Packliste für eine Ringstraßen-Selbstfahrtour
Über die Standardreiseausrüstung hinaus, spezifische Gegenstände für die Ringstraße:
- Autolader und Powerbank: Lange Fahrtage zwischen Ladepunkten; GPS und Kameraakkus am Leben zu erhalten ist wichtig
- Physische Karte oder heruntergeladene Offline-Karte: Mobilfunkdaten fehlen auf einigen Nebenstraßen und in Tunneln
- Warme Schicht für jeden Stopp: Gletscher-Parkplätze und Küstenaussichtspunkte sind im Sommer 5–8 °C kälter als die Ringstraße
- Wasserdichte Kameratasche: Küstenstopps (Jökulsárlón, Diamond Beach, Wasserfälle) beinhalten Sprühnebel
- Erste-Hilfe-Kasten: Island verlangt einen Basiskasten in Mietfahrzeugen; beim Mietwagenunternehmen bestätigen oder eigenen mitbringen
Der Was man für Island einpackt-Leitfaden hat eine umfassende Packliste für Ringstraßenbedingungen.
Was zu streichen ist, wenn ein Tag ausfällt
Wetter, Straßensperrungen oder eine abgesagte Tour können mitten in der Reise eine Änderung erzwingen, und zu wissen, was man vorab streichen kann, schlägt Improvisation. Fällt ein Tag aus, streiche zuerst den Golden-Circle-Abstecher an Tag 6 (Option B) — er ist der einzige wirklich optionale volle Stopp dieser Route und lässt sich am leichtesten in eine zukünftige Reise oder einen halben Tag ab Reykjavík mit dem Golden-Circle-Tagesausflug-Guide integrieren. Als Nächstes kürze den Dettifoss/Ásbyrgi-Abstecher an Tag 4 — beide sind echte Abstecher von der Route 1, nicht auf ihr, sodass das Auslassen 2–3 Stunden spart, ohne die Kernroute zu berühren. Streiche nicht die Ostfjorde-Fahrt selbst oder den Jökulsárlón-Stopp; beide liegen direkt auf der Route 1 ohne realistische Umgehung, und Jökulsárlón wird durchgängig als der einprägsamste Stopp der ganzen Route bewertet.
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