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Ringstraße in 7 Tagen — Islands klassische Erstschleifen-Reiseroute

Ringstraße in 7 Tagen — Islands klassische Erstschleifen-Reiseroute

Southern Region Iceland: Journey around Iceland 7 day Circle tour

Duration: 7 days

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Islands Ringstraße (Route 1) ist 1.322 km lang. Sieben Tage reichen aus, um den Rundkurs zu absolvieren, die wesentlichen Sehenswürdigkeiten zu sehen und ein Gefühl für das Ausmaß und die Vielfalt des Landes zu bekommen — vorausgesetzt, man ist ehrlich darüber, was „sieben Tage” auf dieser Strecke wirklich bedeutet.

Diese Reiseroute versucht nicht, alles unterzubringen. Sie priorisiert Tiefe über Breite. Sieben Tage in einem vernünftigen Tempo hinterlassen echte Erinnerungen an bestimmte Orte; sieben Tage maximaler Abdeckung produzieren eine Liste von GPS-Koordinaten.

Was sieben Tage auf der Ringstraße realistisch abdecken

Die Ringstraße hat vier unterschiedliche Abschnitte:

  1. Südküste (Reykjavík nach Höfn): 460 km, meist asphaltierte flache Straße, höchste Konzentration an Stopps
  2. Ostfjorde (Höfn nach Egilsstaðir): 270 km, kurvenreiche Küstenstraßen, ruhiger
  3. Nordisland (Egilsstaðir nach Akureyri): 270 km, umfasst Mývatn und Goðafoss
  4. Rückkehr westwärts (Akureyri nach Reykjavík): 390 km, mit optionalem Golden Circle

Sieben Tage erlauben etwa einen Tag pro Abschnitt plus gewidmete Zeit an den Sehenswürdigkeiten mit höchster Priorität. Die Abwägungen: die Ostfjorde bekommen maximal eine Nacht; die Westfjorde liegen nicht an der Ringstraße und erfordern eine separate Reise.

Ehrlicher Vorbehalt zu Ringstraßen-Entfernungen: 1.322 km über 7 Tage ergibt im Durchschnitt 189 km pro Tag. Das ist machbar — aber nur, wenn man berücksichtigt, dass der Ostfjorde-Abschnitt (Höfn nach Egilsstaðir, 270 km) aufgrund der kurvenreichen Fjordstraße 4 Stunden dauert, nicht 2 Stunden 30 Minuten. Für Fahrzeitangaben: Ringstraßen-Leitfaden.

Mietwagenhinweise

Für 7 Tage ist ein Standard-Zweiradantrieb-Kleinwagen (Toyota Yaris-Klasse) ausreichend, wenn man auf asphaltierten Straßen bleibt und das Hochland meidet. Ein Allradantrieb ist nur für F-Straßen (Hochlandpfade) notwendig. Budget: 12.000–20.000 ISK (78–130 €) pro Tag inklusive CDW-Versicherung. Weit im Voraus für Sommer buchen; die Nachfrage ist von Juni bis August hoch.

Tag 1: Reykjavík nach Vík (188 km, 2 Std. 30 Min. Fahrt)

Abfahrt Reykjavík: 08:00 Uhr

Route 1 ostwärts entlang der Südküste fahren.

Stopps:

  • Seljalandsfoss (09:15, 1 Stunde): Wasserfall mit Hinter-den-Fällen-Weg, plus versteckter Gljúfrabúi-Schluchtenfall
  • Skógafoss (10:45, 1 Stunde): breiter, kraftvoller Wasserfall, 430-stufige Treppe nach oben
  • Reynisfjara (13:00, 45 Minuten): schwarzer Sandstrand mit Basaltsäulen — Wellensicherheit unerlässlich
  • Dyrhólaey (14:15, 45 Minuten): Basaltkap und Meeresbogen, Leuchtturm-Aussichtspunkt

Ankunft Vík: 15:30 Uhr

Schlafen: Hótel Kría (Vík, ab 25.000 ISK) oder Black Beach Suites (ab 30.000 ISK). Monate im Voraus für Sommer buchen.

Tanken: Am N1 in Vík tanken.

Tag 2: Vík nach Höfn (270 km, 3 Std. 15 Min. Fahrt)

Abfahrt Vík: 08:30 Uhr

Südküste und Gletscherwanderung — wer am ersten Tag auf Sólheimajökull wandern möchte, einer geführten Gletscherwanderung morgens beitreten, dann weiter ostwärts fahren

Stopps:

  • Fjaðrárgljúfur-Canyon (09:30, 45 Minuten): 100 m tiefer Canyon über Route F206, 30 km östlich von Vík. Schotterstraße, mit Zweiradantrieb geeignet
  • Kirkjubæjarklaustur (10:30, 30 Minuten): Tanken, Kaffee, optionaler Systrafoss-Wasserfall (10-minütiger Spaziergang)
  • Skaftafell / Vatnajökull-Nationalpark (11:30, 2 Stunden): Svartifoss-Wasserfall-Wanderung (3 km Hin- und Rückweg), Gletscherblick
  • Jökulsárlón (14:00, 1,5 Stunden): Gletscherlagune mit Bootstour, Uferrundgang
  • Diamond Beach (15:30, 45 Minuten): Eisstücke auf schwarzem Sand, direkt südlich der Brücke

Ankunft Höfn: 17:30 Uhr

Höfn-Abendessen: Die Stadt ist Islands Langustinenhauptstadt. Pakkhús-Restaurant (Krosseyjarvegi 3) bietet die besten Langustinen in einer Region, die sie ernst nimmt — Hauptgerichte 4.000–6.500 ISK (26–42 €).

Schlafen: Fosshotel Vatnajökull (Route 1, östlich von Höfn, ab 30.000–40.000 ISK) oder Milk Factory-Gästehaus (in Höfn-Stadt, budgetfreundlicher, zuverlässig), ab 20.000–28.000 ISK (130–182 €).

Tag 3: Höfn durch die Ostfjorde nach Egilsstaðir (270 km, 4 Std. Fahrt)

Abfahrt Höfn: 09:00 Uhr

Der Ostfjorde-Abschnitt ist Islands schönste Fahrstrecke und seine am wenigsten besuchte Hauptregion. Route 1 folgt der Küste durch eine Reihe von Fjorden, mit kleinen Fischerdörfern am Grund jedes Einlasses.

Stopps:

  • Stokksnes-Halbinsel (10 km östlich von Höfn): ein Sandspit mit dem Vestrahorn als Hintergrundkulisse — wirklich filmreife Landschaft. Eintritt beim Viking-Café-Landbesitzer: 1.000 ISK (6,50 €). Lohnend; die Berg-und-Strand-Kombination ist eine der besten Landschaftsfotografien Islands.
  • Djúpivogur (ca. 100 km östlich von Höfn): ein kleines Hafendorf mit einer öffentlichen Kunstinstallation (Eggin í Gleðivík). Ein 15-minütiger Kaffeestopp.
  • Breiðdalsvík oder Fáskrúðsfjörður: zwei Fischerdörfer an der Fjordstraße. Fáskrúðsfjörður (als „Eskifjörður” auf Französisch beschildert — es war im 19. Jahrhundert eine französische Fischerbasis) hat ein überraschend gutes Geschichtsmuseum. Tanken und zu Mittag essen, wenn man im Zeitplan liegt.

Die Fjordstraße: Dieser Abschnitt ist nicht schnell. Route 1 braucht ca. 4 Stunden für 270 km wegen der kurvenreichen Küstenstraße. Es gibt Abschnitte mit erheblichem Anstieg und Abstieg. Bei Nebel (auf den Ostfjorden häufig) kann die Sichtweite gering sein. Dem Straßenzustand entsprechend fahren.

Ankunft Egilsstaðir: 14:00–15:00 Uhr

Egilsstaðir ist ein funktionaler Knotenort statt ein Reiseziel. Es ist jedoch der beste Ort, um sich für Nordisland zu bevorraten.

Optionaler Umweg: Seyðisfjörður liegt 27 km östlich von Egilsstaðir über einen Gebirgspass. Eine kleine Fjordstadt mit einer Kirche aus der norwegischen Ära, mehreren Künstlerstudios und dem Fährterminal für die Dänemark/Färöer-Inseln-Fähre. Die Stadt ist wunderschön und bei ausreichend Zeit einen Besuch wert. Die Passstraße kann bei schlechtem Wetter oder im Winter gesperrt sein.

Schlafen in Egilsstaðir oder Seyðisfjörður: Hótel Aldan (Seyðisfjörður, restauriertes historisches Gebäude, ab 25.000–32.000 ISK / 163–208 €) ist die bessere Option. In Egilsstaðir: Lake Hotel Egilsstaðir (Route 1, ab 22.000–30.000 ISK / 143–195 €).

Tag 4: Egilsstaðir nach Akureyri über Mývatn (270 km, 5 Std. mit Stopps)

Abfahrt Egilsstaðir: 08:30 Uhr

Dies ist der inhaltsreichste Einzeltag in Bezug auf Sehenswürdigkeiten pro Kilometer auf der Ringstraße.

Stopps:

  • Dettifoss (optional, 2 Std. Umweg von Route 1 über Route 862/864): Europas mächtigster Wasserfall nach Volumen — 500 Tonnen Wasser pro Sekunde bei Spitzenfluss. Route 862 (Westseite, asphaltiert) bietet die dramatische Aussicht. Route 864 (Ostseite, Schotter) ist auch mit Zweiradantrieb zugänglich. Der 2-km-Weg zu den Fällen ist flach. 2 Stunden für den Umweg insgesamt einplanen.
  • Ásbyrgi-Canyon (optional, 35 km nördlich von Dettifoss): ein hufeisenförmiger Canyon, den die nordische Mythologie Sleipnir (Odins achtbeinigem Pferd) zuschreibt, der mit einem Huf den Boden berührt. Der Canyonboden ist ein Birkenwald; die Wände sind 100 m hoch. Gute Wanderwege, kostet aber Zeit.
  • Mývatn-See (12:00, 2 Stunden): Islands am zugänglichsten aktives Geothermalgebiet. Das Námafjall-Geothermalfeld (kochende Schlammtümpel, Schwefelquellen), der Hverfjall-Krater (40-minütiger Wanderweg um den Rand) und die Dimmuborgir-Lavaformationen (45-minütiger Weg durch verdrehte Vulkanformen). Die Mývatn Nature Baths (Geothermalpool, ruhiger als die Blaue Lagune, Eintritt ca. 6.200 ISK / 40 €) sind einen 1–1,5-stündigen Stopp wert.
  • Goðafoss (15:00, 30 Minuten): Der „Wasserfall der Götter” — Islands historisch bedeutendster Wasserfall. Der Häuptling Þorgeir Ljósvetningagoði warf im Jahr 1000 n. Chr. seine heidnischen Statuen in die Fälle, als Island das Christentum annahm. Die Fälle sind breit und von einem kurzen Weg zugänglich; die geschwungene Hufeisenform ist markant.

Ankunft Akureyri: 17:00–18:00 Uhr

Schlafen in Akureyri: Hótel Kea (Hafnarstræti 87–89, ab 28.000–38.000 ISK / 182–248 €) ist das Stadthotel, zentrale Lage. Gistihúsið Lake Hotel (ruhiger, 5 km vom Zentrum, Seeblick, ab 20.000–26.000 ISK) für eine ruhigere Option.

Akureyri-Abendessen: Die Stadt (20.000 Einwohner — Islands zweitgrößte) hat die besten Restaurants außerhalb von Reykjavík. Rub23 (Kaupvangsstræti 6) für Sushi und Arktikfisch; Strikið (Skipagata 14) für traditionell isländische Küche mit Hafenblick; Bautinn (Hafnarstræti 92) für eine günstigere Lammsuppe und Fisch.

Tag 5: Akureyri-Gegend — Wale und Erkundung

Akureyri-Tag oder Fahrt in Richtung Nordküste

Husavík liegt 90 km östlich von Akureyri und ist Islands Walbeobachtungshauptstadt — die Bucht hat eine der höchsten ganzjährigen Buckelwaldichten im nördlichen Atlantik.

Húsavík Original-Walbeobachtung — traditionelles Eichenboot, hohe Erfolgsrate für Buckelwale, ansässiger Meeresbiologe, 3-stündige Tour

Akureyri um 09:00 Uhr verlassen, nach Húsavík fahren (1 Stunde 10 Minuten), die Walbeobachtungstour um 11:00 Uhr nehmen (im Voraus buchen), bis 15:00 Uhr nach Akureyri zurückkehren.

Oder: In der Akureyri-Gegend bleiben

Akureyri selbst hat Gutes, das eine späte Ankunft an Tag 4 vielleicht verpasst hat:

  • Botanischer Garten von Akureyri (kostenlos, täglich geöffnet): der nördlichste botanische Garten der Welt mit einer umfangreichen Sammlung isländischer und subarktischer Pflanzen
  • Kjarnaskógur Wald (kostenlos): Islands größter Stadtwald, Wanderwege
  • Gamla bíóið Kino (Hafnarstræti 82): Islands ältestes noch in Betrieb befindliches Kino, zeigt klassische isländische Filme

Schlafen Nacht 5: Wieder Akureyri oder beginnen, westwärts nach Blönduós oder Varmahlíð zu fahren.

Tag 6: Akureyri nach Reykjavík (390 km, 4 Std. 30 Min. Fahrt)

Option A — Direkte Rückkehr über Route 1 westwärts

Die direkte Rückkehr von Akureyri nach Reykjavík entlang Route 1 westwärts dauert 4,5–5 Stunden ohne Stopps. Über Blönduós, Borgarnes und durch den Hvalfjörður-Tunnel oder über die Fjordstraße. Das ist ein langer, aber unkomplizierter Fahrtag.

Stopps auf der direkten Rückkehrstrecke:

  • Glaumbær Freilichtmuseum (bei Varmahlíð, ca. 80 km westlich von Akureyri): einer von Islands am besten erhaltenen Torfhof-Komplexen mit Einrichtungen aus dem 19. Jahrhundert. Eintritt ca. 2.500 ISK (16 €). 1 Stunde einplanen.
  • Hvammstangi-Robbenkolonie (Route 711 nordwestlich von Blönduós): Islands größter Robbenbettachtungsort auf der Vatnsnes-Halbinsel. Robben liegen bei Hvítserkur auf Felsen — ein dramatischer Basalt-Meeresstack in Form eines Trinken-Drachen. Als Umweg 1,5–2 Stunden einplanen.

Ankunft Reykjavík: 18:00–19:00 Uhr

Option B — Rückkehr über den Golden Circle (fügt 3 Stunden hinzu)

Früh von Akureyri abfahren (07:00 Uhr), Route 1 westwärts nach Þingvellir, dann den Golden Circle (Geysir, Gullfoss) absolvieren, am späten Nachmittag in Reykjavík ankommen. Das verwandelt einen Fahrtag in ein letztes volles Tageserlebnis, erfordert aber einen frühen Start.

Tag 7: Reykjavík und Abreise

Morgen in Reykjavík

Wenn der Flug nachmittags ist, ist der Morgen frei für alle Reykjavík-Punkte, die bei der Ankunft verpasst wurden:

  • Hallgrímskirkja-Turm für letzte Aussichten
  • Perlan-Museum (Öskjuhlíð, Eintritt ca. 20 €): Gletscherausstellung, Aurora-Simulator, Islandgeologie-Inhalt — wirklich gutes Museum, besser als erwartet

Blaue Lagune bei der Abreise:

Die Blaue Lagune liegt zwischen Reykjavík und dem Flughafen Keflavík. Bei Nachmittagsflug ist ein Einlass um 10:00 oder 11:00 Uhr in der Blauen Lagune, gefolgt von einem Flughafentransfer, die Standardabreisestruktur.

Voranmeldung ist Pflicht. Das Grundpaket (Comfort) mit Handtuch, einem Getränk und Silikamaske kostet 12.900–15.900 ISK (84–104 €).

Unterkunftsübersicht

NachtOrtBudget-OptionMittelklasse-Option
1VíkÞakgil-CampingplatzHótel Kría
2HöfnMilk FactoryFosshotel Vatnajökull
3Egilsstaðir/SeyðisfjörðurCampingplatzHótel Aldan
4AkureyriGistihúsiðHótel Kea
5Akureyri oder BlönduósCampingplatzHótel Kea
6ReykjavíkLoft HostelHótel Borg

Geführte vs. Selbstfahrertour auf der Ringstraße

Das Selbstfahren bietet vollständige Kontrolle und die Möglichkeit, spontan anzuhalten. Eine geführte Tour nimmt die Logistik ab, schränkt aber Timing und Stopps ein.

7-tägige geführte Ringstraßentour von Reykjavík — Kleingruppe, Expertenführer, Unterkunft inklusive, alle wichtigen Stopps abgedeckt

Wenn Logistik (Mietwagen, Navigation, Unterkunftsbuchung) eher Stress als Freude bereitet, ist eine geführte Tour eine wirklich gute Option. Die besten Kleingruppen-Ringstraßentouren fahren mit 12–16 Personen, haben einen kenntnisreichen Führer und übernachten durchgehend in Mittelklasse-Unterkünften.

Häufig gestellte Fragen zu dieser 7-tägigen Island-Reiseroute

Reichen 7 Tage für die Ringstraße?

Sieben Tage sind das Minimum für ein bedeutungsvolles Ringstraßenerlebnis. Man sieht die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, muss aber selektiv sein — man kann nicht überall anhalten. Zehn Tage sind die komfortablere Option. Für die Version mit mehr Spielraum: 10-Tage-Ringstraßen-Reiseroute.

Soll man im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn fahren?

Beide Optionen sind gleichwertig in Bezug auf Straßenqualität. Im Uhrzeigersinn (mit der Südküste beginnend) bedeutet, die höchste Konzentration an Sehenswürdigkeiten früh zu sehen, wenn die Energie frisch ist. Gegen den Uhrzeigersinn bedeutet, Jökulsárlón von Osten in besserem Morgenlicht zu erreichen. Für eine detaillierte Analyse: Ringstraße im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn-Leitfaden.

Wie lang ist die Ringstraße insgesamt?

1.322 km. Bei einem Durchschnitt von 189 km pro Tag über 7 Tage ist dies eine komfortable Tagesstrecke — aber sie berücksichtigt keine Umwege (Dettifoss, Seyðisfjörður, Húsavík), die 80–120 km hinzufügen. Tatsächliche Tagesstrecken von 220–280 km bei der Planung einkalkulieren.

Welchen Autotyp brauche ich für die Ringstraße?

Ein Standard-Zweiradantrieb-Kleinwagen reicht für die gesamte Ringstraße, wenn man auf der asphaltierten Route 1 bleibt. Ein Allradantrieb ist nur erforderlich, wenn man F-Straßen (Hochlandpfade) erkunden möchte. Für Details: Zweiradantrieb vs. Allradantrieb-Leitfaden.

Was kostet die 7-tägige Ringstraße?

Ungefähres Budget pro Person, Mittelklasse: Unterkunft 18.000–28.000 ISK pro Nacht (117–182 €) × 6 Nächte = 108.000–168.000 ISK; Mietwagen 15.000–20.000 ISK pro Tag = 105.000–140.000 ISK; Kraftstoff ca. 40.000 ISK gesamt; Verpflegung 10.000–15.000 ISK pro Tag = 70.000–105.000 ISK; Aktivitäten/Eintritte 30.000–50.000 ISK. Gesamt: ca. 350.000–460.000 ISK (2.280–2.990 €) pro Person für 7 Tage. Für eine detaillierte Aufschlüsselung: Island-Kostenleitfaden.

Kann man die Ringstraße im Winter fahren?

Ja, aber mit erheblicher Vorbereitung. Winterreifen sind von November bis März gesetzlich vorgeschrieben. Einige Abschnitte können aufgrund von Stürmen vorübergehend gesperrt sein. Tageslicht ist begrenzt (4–5 Stunden im Dezember). Der Vorteil: Nordlichter jeden klaren Abend, weniger Touristen, günstigere Unterkunftspreise und eine völlig andere — oft dramatischere — Landschaft. Für den Winterfahr-Leitfaden: Island im Winter fahren.

Straßenverhältnisse und Fahrealitäten

Die Ringstraße ist auf einer Karte weniger unkompliziert als sie erscheint. Einige Realitäten, die man vor der Abfahrt kennen sollte:

Einspurige Brücken: Zahlreich auf der Ringstraße, besonders im Osten. Die Regel ist: Das erste Fahrzeug zur Brücke hat Vorfahrt — das andere weicht. Sie sind beschildert; vor ihnen verlangsamen.

Vieh auf Straßen: Schafe streifen in Island von Juni bis August frei umher. Kollisionen sind häufig und der Fahrer ist gesetzlich verantwortlich. Unter dem Tempolimit in der Nähe von Höfen fahren und immer auf Schafe auf oder neben der Straße achten.

Tunnel: Island hat ein wachsendes Tunnelnetz, das früher schwierige Abschnitte umgeht. Einige Tunnel sind mautpflichtig (Kreditkarte an einem Stand bezahlt). Der Hvalfjörður-Tunnel (zwischen Reykjavík und Akureyri) kostet ca. 1.500 ISK (10 €) — man kann ihn umgehen, indem man die Fjordstraße fährt (30 Minuten länger, aber mit guten Aussichten).

Wind: Islands Wind ist erheblich. Hochprofil-Fahrzeuge (Campervans, SUVs) sind betroffen; einige Mietverträge beschränken das Fahren hochseitiger Fahrzeuge bei Wind über einer bestimmten Geschwindigkeit. Die Nord- und Nordostabschnitte der Ringstraße sind besonders exponiert.

Road.is: Die isländische Straßenbehörde unter road.is bietet Echtzeit-Straßensperrungen, Wetterbedingungen und F-Straßenstatus auf Englisch. Jeden Morgen vor dem Fahren prüfen.

Packliste für eine Ringstraßen-Selbstfahrtour

Über die Standardreiseausrüstung hinaus, spezifische Gegenstände für die Ringstraße:

  • Autolader und Powerbank: Lange Fahrtage zwischen Ladepunkten; GPS und Kameraakkus am Leben zu erhalten ist wichtig
  • Physische Karte oder heruntergeladene Offline-Karte: Mobilfunkdaten fehlen auf einigen Nebenstraßen und in Tunneln
  • Warme Schicht für jeden Stopp: Gletscher-Parkplätze und Küstenaussichtspunkte sind im Sommer 5–8 °C kälter als die Ringstraße
  • Wasserdichte Kameratasche: Küstenstopps (Jökulsárlón, Diamond Beach, Wasserfälle) beinhalten Sprühnebel
  • Erste-Hilfe-Kasten: Island verlangt einen Basiskasten in Mietfahrzeugen; beim Mietwagenunternehmen bestätigen oder eigenen mitbringen

Der Was man für Island einpackt-Leitfaden hat eine umfassende Packliste für Ringstraßenbedingungen.

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