Ringstraße komplett — 14-Tage-Island-Reiseroute mit Westfjorden und Hochland
Akureyri: Reykjavik 8 day Iceland Ring Road guided small group tour
Duration: 8 days
Vierzehn Tage geben einem Island so, wie es wirklich ist — nicht nur die kuratierte Highlights-Version. Die Ringstraße braucht bei gutem Tempo 7–10 Tage. Die Westfjorde und das zugängliche Hochland sind jeweils 3–4 zusätzliche Tage wert. Vierzehn Tage ermöglichen alle drei Regionen, ohne eine zu überstürzen.
Dies ist keine Anfänger-Reiseroute. Die Westfjorde erfordern abgelegene Straßen, begrenzte Tankstellen und Fahrbedingungen, die sich schneller ändern als auf der Hauptringstraße. Der Hochland-Tagesausflug erfordert ein Allradfahrzeug. Wenn dies das erste Mal in Island am Steuer ist, ist die 10-Tage-Ringstraßen-Reiseroute der bessere Ausgangspunkt.
Fahrzeugvoraussetzung
Ein Allradfahrzeug ist für diese Reiseroute erforderlich — nicht für die Ringstraße selbst, sondern für den Hochlandabschnitt (Tage 12–13), wo F-Straßen (Hochlandpfade) rechtlich auf Allrad beschränkt sind. Für die Westfjorde ist ein Allrad nicht zwingend erforderlich, aber bei schlechten Straßenverhältnissen in nassen Bedingungen dringend empfohlen.
Budget: 20.000–30.000 ISK (130–195 €) pro Tag für einen Allrad-SUV mit CDW-Versicherung im Sommer.
Überblick
- Tage 1–3: Reykjavík → Südküste → Jökulsárlón
- Tage 4–5: Ostfjorde
- Tage 6–7: Nordisland (Mývatn, Húsavík, Akureyri)
- Tage 8–9: Westfjorde
- Tage 10–11: Snæfellsnes-Halbinsel
- Tage 12–13: Golden Circle + Hochland-Tag
- Tag 14: Reykjavík und Abreise
Tage 1–3: Südküste (Reykjavík nach Jökulsárlón)
Den Tagen 1–3 der 3-tägigen Südküsten-Reiseroute für alle Details folgen. Zusammenfassung:
Tag 1: Reykjavík nach Vík über Seljalandsfoss, Skógafoss, Reynisfjara, Dyrhólaey. Schlafen Vík.
Tag 2: Gletscherwanderung auf Sólheimajökull morgens, nachmittags im Þakgil-Tal. Schlafen Vík oder Kirkjubæjarklaustur.
Sólheimajökull-Gletscherwanderung — geführter 3-stündiger Spaziergang auf blauem Eis, Steigeisen und Helm inklusive, ganzjährig verfügbarTag 3: Fjaðrárgljúfur-Canyon, Skaftafell, Jökulsárlón-Bootsfahrt, Diamond Beach. Schlafen Höfn.
Tage 4–5: Ostfjorde
Tag 4: Höfn → Stokksnes-Halbinsel (Vestrahorn-Kulisse) → Ostfjorde-Fahrt über Djúpivogur, Breiðdalsvík. Schlafen in den Ostfjorden (Gegend um Fáskrúðsfjörður oder Reyðarfjörður).
Tag 5: Ostfjorde → Tagesbesuch Seyðisfjörður (Architektur aus der norwegischen Ära, Bláa-Kirkjan-Kirche, Künstlerstudios) → Egilsstaðir. Schlafen Egilsstaðir.
Die Ostfjorde verdienen zwei Tage — ein Tag zeigt die Straße, zwei Tage zeigen die Orte. Die Fischerdörfer Fáskrúðsfjörður und Neskaupstaður haben echten Charakter, der leicht eilig durchfahren wird.
Tage 6–7: Nordisland
Tag 6: Egilsstaðir → Dettifoss (über Route 862 asphaltiert) → Ásbyrgi-Canyon → Mývatn-See (Námafjall, Hverfjall, Dimmuborgir) → Mývatn Nature Baths → Goðafoss → Akureyri. Schlafen Akureyri.
Tag 7: Akureyri → Húsavík Walbeobachtung → Rückkehr nach Akureyri.
Húsavík Original-Walbeobachtung — traditionelles Eichenboot, Meeresbiologe als Führer, 3-stündige Tour, Erfolgsrate für Buckelwale zu Islands höchsten zählendHúsavík liegt 90 km östlich von Akureyri. Die 11:00-Uhr-Tour nehmen, bis 16:00 Uhr nach Akureyri zurückkehren. Das Húsavík-Walmuseum ist eines von Islands besten Naturkundemuseen; 1,5 Stunden neben der Bootsfahrt einplanen.
Akureyri ist Islands zweitgrößte Stadt und verdient mehr als einen Transitaufenthalt. Der Botanische Garten (kostenlos, der nördlichste der Welt), der Flussspazierweg und die Altstadthäuser sind alle sehenswert. Abendessen im Rub23 für Arktikfisch.
Tage 8–9: Westfjorde
Die Westfjorde sind Islands abgelegenste Hauptregion — eine Reihe tiefer Fjorde und hoher Plateaus im Nordwesten. Sie haben 7 % von Islands Küstenlinie und einen winzigen Bruchteil seiner Besucher. Die Straßen sind meist Schotter, Entfernungen sind länger als sie auf der Karte erscheinen, und Tankstellen liegen weit auseinander. Es ist auch wirklich außergewöhnlich.
Tag 8: Akureyri → Fahrt westwärts und nordwärts über Route 68, Route 60 durch Hólmavík, in Richtung Ísafjörður (ca. 300 km, 4–5 Stunden). Die Annäherung an Ísafjörður durch den engen Ísafjarðardjúp-Fjord ist dramatisch — die Stadt erscheint plötzlich am Fuß einer steilen Fjordwand.
Ísafjörður ist die Hauptstadt der Westfjorde (2.600 Einwohner). Es hat einen funktionierenden Fischereihafen, ein kleines historisches Holzstadtzentrum und das beste Restaurant der Westfjorde (Tjöruhúsið am Hafen — fischbasiertes Menü, Gemeinschaftstische, Vorabzubuchung erforderlich, ca. 5.000 ISK / 33 € für ein vollständiges Mahl). Schlafen in Ísafjörður: Hótel Ísafjörður (ab 28.000 ISK), oder Litlibær-Gästehaus an der Westfjorden-Straße für Charakter.
Tag 9: Dynjandi → Látrabjarg-Vogelklippen
Dynjandi ist der spektakulärste Wasserfall der Westfjorde — ein breiter, gestufter Wasserfall, der beim Fallen wie ein Hochzeitsschleier auffächert. Die Annäherung auf der engen Fjordstraße ist ebenso dramatisch. 2 km Spaziergang vom Parkplatz zur Basis. Freier Eintritt.
Látrabjarg ist der westlichste Punkt Islands und eine der größten Seevogelklippen Europas. Die Klippe erstreckt sich über 14 km und erhebt sich 441 m über das Meer. Im Juni–Juli sind die Klippengesimse mit Papageitauchern, Tordalken, Trottellummen und Basstölpeln bedeckt. Die Papageitaucher hier haben bemerkenswert wenig Scheu vor Menschen — man kann am Klippenrand sitzen, mit Papageitauchern 1–2 m entfernt.
Wichtig: Látrabjarg ist eine 2,5-stündige Fahrt von Dynjandi in eine Richtung auf einer Schotterstraße (Route 612). Als Hin-und-Rückfahrt von einer Basis bei Patreksfjörður planen. 3 Stunden an den Klippen einplanen. Patreksfjörður: Hótel West (ab 22.000 ISK).
Oder Látrabjarg überspringen, wenn die Zeit knapper ist — Dynjandi allein lohnt den Westfjorde-Umweg, und die Fahrt ist viel kürzer. Für das vollständige Vogelklippen-Erlebnis ist Látrabjarg jedoch in Island unübertroffen.
Tage 10–11: Snæfellsnes-Halbinsel
Südwärts von den Westfjorden über Route 60 nach Stykkishólmur fahren (ca. 200 km, 2,5 Stunden), dann südwärts entlang der Nordküste der Snæfellsnes-Halbinsel.
Tag 10: Snæfellsnes-Ankunft. Kirkjufell-Berg bei Grundarfjörður (Islands meistfotografierter Berg), Djúpalónssandur schwarzer Kieselstrand (Südküste), Arnarstapi-Fischerdorf mit Basaltbogen-Formationen.
Schlafen auf Snæfellsnes: Hótel Búðir (landschaftlich am schönsten und teuersten, ab 35.000–50.000 ISK im Sommer), Hótel Fransiskus (Hellnar, ab 20.000 ISK) oder Gästehäuser in Hellissandur.
Tag 11: Snæfellsjökull-Nationalpark — der gletscherbedeckte Vulkan an der Westspitze. Das Park-Besucherzentrum hat gute Vulkan-Geologie-Ausstellungen. Der Gletscher selbst ist im Sommer durch geführte Schneemobil- oder Superjeep-Tour von Arnarstapi erreichbar. Alternativ ist der Kraterrand bei guten Bedingungen zu Fuß zugänglich (vor Ort nach aktuellen Bedingungen fragen — der Gletscher zieht sich zurück und Spaltrisiken ändern sich).
Südwärts von Snæfellsnes über Route 54 in Richtung Borgarnes fahren.
Tage 12–13: Golden Circle und Hochland
Tag 12: Golden Circle Selbstfahrertour — Þingvellir, Geysir, Gullfoss, plus Kerið-Krater. Rückkehr nach Reykjavík oder in der Nähe des Golden Circle übernachten.
Tag 13: Hochland-Tagesausflug (Allrad erforderlich, nur Sommer — Juni bis Mitte September)
Der zugängliche Hochland-Tagesausflug von Reykjavík umfasst Landmannalaugar oder Kerlingarfjöll.
Option A — Kerlingarfjöll (ca. 200 km von Reykjavík über Route F35 Kaldidalur): ein geothermales Gebirge im Innenland mit dampfenden Schloten, bunten Rhyolith-Bergen und heißen Quellflüssen. Die Zufahrtsstraße (Route F347) erfordert Allrad. Der Ort selbst ist vom Berghüttenbereich zu Fuß erreichbar. 5–6 Stunden Hin- und Rückfahrt von Reykjavík einplanen.
Option B — Landmannalaugar (ca. 180 km von Reykjavík über Route F208 Fjallabak): das dramatischste Ziel des Hochlands — mehrfarbige Rhyolith-Berge, geothermale Flüsse und der Ausgangspunkt des Laugavegur-Treks. Route F208 erfordert Allrad (es gibt eine größere Flussüberquerung). Ein langer, aber bemerkenswerter Tagesausflug.
Der Hochlandsommer-Leitfaden enthält alle Details zu diesen Routen.
Tag 14: Reykjavík und Abreise
Reykjavík — letzter Morgen. Perlan-Museum (Gletscher- und Nordlichter-Ausstellung, 20 €) falls noch nicht besucht; Hallgrímskirkja-Turm für einen letzten Blick; Mittagessen am alten Hafen.
Blaue Lagune bei der Abreise, wenn der Flug nachmittags ist: Route 1 südwärts von Reykjavík, Route 41 in Richtung Keflavík, den Schildern zur Blauen Lagune folgen. Eintritt im Voraus buchen (12.900–15.900 ISK / 84–104 € für Comfort-Level, Handtuch und Getränk inklusive). 2 Stunden Baden, dann Bus oder Transfer zum Flughafen Keflavík.
Die Eishöhlen-Entscheidung
Bei einem Besuch von Oktober bis März passt die Vatnajökull-Eishöhle an Tag 3 (Gegend um Jökulsárlón) oder Tag 5 (auf der Route durch den Osten).
Vatnajökull-Blaueishöhlen-Tour — Kleingruppe, erfahrener Gletscherführer, natürliche Eishöhle mit leuchtend blauen Decken, nur Oktober bis MärzNatürliche Eishöhlen sind nur von Oktober bis März zugänglich. Sommerbesucher haben ganzjährigen Zugang zur Katla-Eishöhle (bei Vík — Vulkanhöhle mit aschgestreiften Eiswänden) oder den künstlichen Eistunneln im Langjökull-Gletscher.
Praktische Hinweise für die Westfjorde
Kraftstoff: Vor dem Betreten der Westfjorde in Hólmavík oder Ísafjörður volltanken. Auf den abgelegensten Routen gibt es keine Tankstellen. Ein voller Tank von Ísafjörður reicht mit Puffer bis Patreksfjörður und zurück.
Straßen: Die Westfjorde haben eine Mischung aus asphaltierten Hauptrouten und Schotternebenstraßen. Route 60 (Ísafjörður-Zugang) ist asphaltiert. Route 612 (Látrabjarg) ist Schotter und stellenweise schmal. Bei nassen Bedingungen ist ein Allrad ratsam, auch wo Zweiradantrieb technisch ausreicht.
Wetter: Die Westfjorde erhalten mehr Regen und Wind als die Ringstraßen-Regionen. Ein ganzer Tag bei Látrabjarg erfordert angemessenes Wetter — der Klippenrand ist dem Atlantikwind ausgesetzt. vedur.is vor der Fahrt zu den Klippen prüfen.
Unterkunftsübersicht für 14 Tage
14 Nächte in der Mittelklasse (20.000–28.000 ISK pro Nacht) = 280.000–392.000 ISK (1.820–2.550 €) Unterkunft gesamt. Budget-Reisende mit Campingplätzen (mit Schlafsack) können dies auf 40.000–60.000 ISK gesamt reduzieren.
Häufig gestellte Fragen zu dieser 14-tägigen Island-Reiseroute
Sind 14 Tage zu lange für Island?
Nein. Island ist groß im Verhältnis zu seiner Bevölkerung — das Land ist 103.000 km² groß, ähnlich wie Südkorea oder Ungarn. Vierzehn Tage ermöglichen ein echtes Verständnis der regionalen Unterschiede des Landes, die erheblich sind. Die Westfjorde und das Hochland sind völlig andere Landschaften als die Südküste und Nordisland.
Kann man die Westfjorde ohne Allrad erkunden?
Die Westfjorden-Hauptstraßen (Route 60 nach Ísafjörður) sind asphaltiert und mit Zweiradantrieb zugänglich. Die Látrabjarg-Klippenstraße (Route 612) ist Schotter und schmal — technisch Zweiradantrieb-geeignet, aber praktisch einfacher im Allrad. Wenn man die Schotternebenrouten überspringt und sich auf Dynjandi und Ísafjörður konzentriert, ist ein Zweiradantrieb handhabbar.
Wann öffnen die F-Straßen im Sommer?
Typischerweise 10.–15. Juni für Route F35 (Kaldidalur nach Kerlingarfjöll). Route F208 (Landmannalaugar) öffnet normalerweise Anfang Juni. Immer road.is für aktuelle F-Straßen-Bedingungen prüfen — Öffnungstermine variieren je nach Schneemenge. Niemals eine F-Straße mit Zweiradantrieb befahren — die Geldstrafe ist erheblich und man riskiert, stecken zu bleiben.
Sind die Westfjorde die zusätzlichen Tage wert?
Ja, wenn abgelegene Landschaften und sehr wenige andere Touristen wichtig sind. Die Westfjorde haben die gleiche Qualität der Landschaft wie die Ringstraße, aber vielleicht 5–10 % der Besucher. Dynjandi-Wasserfall ist wirklich prachtvoll und konstant menschenleer. Látrabjarg ist eines der großartigen Vogelklippen-Erlebnisse in Europa. Die 2-tägige Verlängerung bringt erheblichen Lohn für bescheidenen zusätzlichen Aufwand.
Kann man diese 14-tägige Reiseroute mit Nordlichtern verbinden?
Oktober bis März bietet Nordlichter als reale Möglichkeit an klaren Abenden während der gesamten Reiseroute. Die Westfjorde haben extrem wenig Lichtverschmutzung — an klaren Nächten einige der besten Nordlichter-Sichtungen in Island. Der Nordlichter-Fotografie-Leitfaden enthält Technik-Hinweise zum Fotografieren.
Welcher Monat ist der beste für diese 14-tägige Reiseroute?
Ende Juni bis Anfang Juli: Mitternachtssonne, alle Routen geöffnet einschließlich F-Straßen, Papageitaucher bei Látrabjarg, maximales Tageslicht. August ist ebenfalls ausgezeichnet mit weniger Touristen als im Juli. September hat die ersten Nordlichter-Möglichkeiten und Herbstfarben auf der Hochlandvegetation. Diese Reiseroute ist wie beschrieben nur im Sommer — im Winter sind mehrere Abschnitte (F-Straßen, einige Westfjorde-Schotterstraßen) unzugänglich oder sehr schwierig.
Die Westfjorde im Detail
Die Westfjorde verdienen mehr als die hier zugeteilten zwei Tage — es gibt eine vollständige 5-tägige Westfjorden-Reiseroute für Reisende, die der Region eine separate Reise widmen möchten. Für diesen 14-Tage-Überblick deckt der zweitägige Westfjorde-Abschnitt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Dynjandi, Látrabjarg, Ísafjörður) ab, ohne Zeit für die kleineren Fjorde, die Strandir-Küste oder das Seekajaken.
Dynjandi ist wirklich einer von Islands besten Wasserfällen — es kann argumentiert werden, dass er der schönste ist. Der gestufte Wasserfall fächert beim Fallen auf, und verbreitert sich von ca. 30 m oben auf 60 m an der Basis. Die umgebende Fjordlandschaft ist völlig anders als die Südküste — enger, grüner, stiller. Die Zufahrtsstraße von Þingeyri entlang des Fjords ist die Fahrt für sich selbst wert.
Ísafjörður ist eine funktionierende Stadt, keine inszenierte Tourismusumgebung. Der Hafen hat arbeitende Fischerboote. Die Restaurants servieren den tatsächlichen lokalen Fang. Das Museum (im ältesten erhaltenen Holzlagerhaus Islands, erbaut 1765) ist klein, aber echt. Die Stadt ist angenehm auf eine Weise, die verdient wirkt und nicht fabriziert.
Hornstrandir-Naturreservat (per Fähre von Ísafjörður erreichbar): das abgelegenste zugängliche Gebiet in Island — keine Straßen, keine ständigen Bewohner, keine Dienstleistungen. Ein Tagesausflug per Fähre ermöglicht Wandern in einer Landschaft, die seit 70 Jahren keine menschliche Anwesenheit hatte. Polarfüchse sind häufig und völlig furchtlos. Dies ist ein ernsthafter Zusatz, der das Vorbuchen der Fähre, entsprechende Wandererfahrung und einen vollen Tag erfordert. Es verwandelt den Westfjorde-Besuch von landschaftlich zu wirklich abgelegen.
Hochland-Überlegungen
Das isländische Hochland ist das Innere des Landes — ein riesiges Plateau aus Vulkangestein, Geothermalfeldern und nur im Sommer zugänglichen Pfaden (F-Straßen). Sie sind im Winter unzugänglich (Oktober/November bis Mai/Juni, je nach Jahr). Sommerzugang erfordert Allrad.
Die zwei zugänglichsten Hochlandziele von der Ringstraße:
Landmannalaugar: die mehrfarbigen Rhyolith-Berge des Fjallabak-Naturreservats mit zum Baden geeigneten Heißwasserflüssen. Die Zufahrtsstraße (F208, Fjallabak-Route) überquert einen Fluss (Tungnaá), der Allrad und sorgfältiges Timing erfordert — den Wasserstand bei road.is vor dem Versuch prüfen. Dies ist der Ausgangspunkt des berühmten Laugavegur-Treks — Islands bekanntestem mehrtägigem Wanderweg.
Kerlingarfjöll: ein geothermalisches Gebirge, leichter zugänglich als Landmannalaugar (Route F35, kürzere Flussüberquerungen). Die Landschaft ähnelt Landmannalaugar — Rhyolith-Berge in Rot, Orange und Grau mit dampfenden Schloten — aber mit besserer Infrastruktur (Berghütte, Café). Ausgezeichnet als Tagesausflug aus der Golden-Circle-Gegend.
Beide werden im Hochlandsommer-Leitfaden behandelt.
Die Gesamtkosten von 14 Tagen in Island
Zu Mittelklasse-Preisen (2026-Schätzungen):
- Mietwagen (Allrad, 14 Tage mit CDW): 280.000–420.000 ISK (1.820–2.730 €)
- Kraftstoff (1.800 km bei 10 l/100 km, 240 ISK/l): ca. 43.000 ISK (280 €)
- Unterkunft (13 Nächte bei durchschnittlich 20.000–28.000 ISK): 260.000–364.000 ISK (1.690–2.370 €)
- Aktivitäten (Gletscherwanderung, Walbeobachtung, Eishöhle, Bootsfahrt, Blaue Lagune, Parkeintrittsgelder): ca. 75.000–110.000 ISK (488–715 €)
- Verpflegung (12.000–18.000 ISK pro Tag × 14): 168.000–252.000 ISK (1.094–1.640 €)
Gesamt pro Person: ca. 826.000–1.189.000 ISK (5.370–7.740 €). Geteilt zwischen zwei Personen in einem Auto und einem Zimmer, sinken die Pro-Person-Kosten erheblich. Budget-Reisende mit Campingplätzen, Kochen aus Supermärkten und ohne Premium-Aktivitäten können eine ähnliche Reiseroute für ca. 400.000–500.000 ISK (2.600–3.250 €) pro Person abschließen. Für detaillierte Kostenspar-Strategien: Island-Budget-Leitfaden.
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