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3-tägige Südküsten-Reiseroute — Reykjavík nach Vík und Jökulsárlón

3-tägige Südküsten-Reiseroute — Reykjavík nach Vík und Jökulsárlón

Reykjavik: South Coast Diamond Beach Jokulsarlon

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Die Südküste Islands ist die landschaftlich konzentrierteste Strecke des Landes. Zwischen Reykjavík und der Jökulsárlón-Gletscherlagune — eine Entfernung von 375 km entlang Route 1 — bewegt sich die Landschaft durch vulkanische Wasserfälle, einen 10 km langen schwarzen Sandstrand mit Meeressäulen, die drohende Masse des Mýrdalsjökull-Gletschers, einen tiefen Flusscanyon und schließlich die treibenden Eisberge von Jökulsárlón.

Drei Tage ist die richtige Zeitspanne für diese Route. Ein Tag reicht nicht aus; zwei Tage sind möglich, hinterlassen aber wenig Zeit, um das Gesehene zu verarbeiten. Drei Tage ermöglichen ein realistisches Fahrttempo mit ordentlichen Stopps an jedem Ort.

Fahrübersicht

  • Gesamtstrecke: ca. 750 km hin und zurück (375 km in jede Richtung entlang Route 1)
  • Tag 1: Reykjavík nach Vík — 188 km, ca. 2 Std. 30 Min. Fahrt
  • Tag 2: Vík nach Jökulsárlón und zurück nach Vík — 190 km in eine Richtung, ca. 2 Std. 30 Min. Fahrt (oder Übernachtung in Höfn für 3 Tage)
  • Tag 3: Rückfahrt nach Reykjavík mit verbleibenden Stopps

Alle Straßen auf dieser Route sind asphaltiert. Zweiradantrieb ist im Sommer ausreichend. Im Winter (November–März) sind Winterreifen gesetzlich vorgeschrieben, und Streckenabschnitte können von Eis und Schnee beeinträchtigt sein.

Tag 1: Reykjavík nach Vík

Abfahrt Reykjavík: 07:30–08:00 Uhr

Ein früher Start lohnt sich — Seljalandsfoss vor dem Eintreffen der Reisebusmengen (ab 08:30 Uhr) ist ein deutlich besseres Erlebnis.

Route: Ringstraße (Route 1) ostwärts von Reykjavík.

Seljalandsfoss (09:00–10:00 Uhr)

Seljalandsfoss ist der erste große Wasserfall an der Südküste, 115 km von Reykjavík entfernt. Das Besondere ist ein Weg, der hinter dem Wasservorhang herumführt — man geht durch eine flache Höhle hinter den Fällen und schaut durch das fallende Wasser nach außen. Der Weg ist ca. Mai bis Oktober geöffnet (Eis macht ihn im Winter gefährlich).

Benötigte Ausrüstung: Wasserdichte Jacke, wasserdichte Hosen, wasserdichte Schuhe. Man wird nass, egal was man trägt — der Sprühnebel auf dem Weg ist konstant. Der Weg ist unebenes Gestein und Schotter mit einem festen Seilleithandlauf an den steileren Abschnitten.

Parkplatz: Route 249, von der Ringstraße ausgeschildert. Gebühr: 900 ISK (6 €) pro Fahrzeug.

200 m nördlich des Seljalandsfoss-Parkplatzes: Gljúfrabúi, ein versteckter Wasserfall, der in eine enge Schlucht fällt. Die meisten Besucher verpassen ihn. Der Eingang ist eine Lücke im Kliffgesicht, zugänglich durch Durchwaten eines flachen Baches. Das Innere ist spektakulär und oft leer.

Skógafoss (10:30–11:30 Uhr)

Skógafoss liegt 40 km weiter östlich (40 Minuten). Ein breiter Wasserfall mit hohem Volumen (25 m breit, 60 m Sturz) mit einem dauerhaften Regenbogen im Nebel an klaren Tagen. Die Basis ist innerhalb von 20 m der Fälle zugänglich; die obere Aussichtsplattform erfordert das Klettern von 430 Stufen auf der östlichen Treppe (15–20 Minuten, Aussichten über das Tal in Richtung des Fimmvörðuháls-Kamms).

Das Skógar-Volksmuseum neben dem Parkplatz ist unterschätzt — eine Freilichtsammlung erhaltener isländischer Bauernhöfe aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Eintritt ca. 2.500 ISK (16 €). 45 Minuten einplanen.

Parken: Kostenlos auf dem Campingplatz-Parkplatz von Skógar.

Für Frühstück oder Kaffee: Das Skógar-Hotel-Café ist brauchbar.

Sólheimajökull-Gletscher (optional, 12:00 Uhr)

Wenn Zeit vorhanden ist, führt ein Abstecher nordwärts auf Route 221 (15 Minuten von Skógafoss) zum Parkplatz für die Sólheimajökull-Gletscherzunge. Der Gletscher ist vom Parkplatz aus sichtbar. Ein 20-minütiger Spaziergang erreicht den Gletscherrand, wo das Eis aus der Nähe betrachtet werden kann — ohne Steigeisen oder Führer kann man nicht auf dem Eis gehen, aber der Blick vom Moränenrücken über den See ist ausgezeichnet. Das dauert insgesamt 45 Minuten bis 1 Stunde als Stopp.

Reynisfjara-Schwarzer-Sandstrand (13:00–14:00 Uhr)

Reynisfjara ist über Route 215 erreichbar (8 km südlich der Ringstraße, 30 Minuten von Skógafoss). Islands bekanntester schwarzer Sandstrand, mit zwei spezifischen Merkmalen über die Farbe hinaus: die Reynisdrangar-Meeressäulen, die aus dem Meer vor der Küste aufragen, und eine Basaltsäulenhöhle am östlichen Ende des Strandes, wo die sechseckigen Säulen eine natürliche Treppe und Höhlendecke bilden.

Wellensicherheit: Dieser Strand hat eine dokumentierte Geschichte von Besuchertodesfällen durch Schleicherwellen — Wellen, die aus ruhiger See ohne Vorwarnung ankommen, mit genug Kraft, um Erwachsene umzuwerfen. Der Strand fällt steil ab; das Zurückweichen vor einer Welle ist schwierig. Regeln: mindestens 30 m vom Wassersaum entfernt bleiben, niemals dem Meer den Rücken zudrehen, Wellenmuster mehrere Minuten beobachten, bevor man sich dem Fuß der Säulen nähert. Dies ist keine vorsorgliche Sprache — sie gilt tatsächlich.

Mittagessen in Vík: Das Dorf Vík (188 km von Reykjavík) liegt 8 km östlich von Reynisfjara. Restaurant Suður-Vík ist die Hauptoption — isländische Lammsuppe, Fisch und Pommes, guter Kaffee, Hauptgerichte um 2.500 ISK (16 €). Halldórskaffi in der alten Gemeinschaftshalle ist günstiger und hat bessere Backwaren.

Dyrhólaey (14:30–15:30 Uhr)

Dyrhólaey ist ein Basaltkap westlich von Vík mit einem natürlichen Meeresbogen und einem Leuchtturm oben. Die Zufahrtsstraße steigt steil zu einem Parkplatz mit Panoramablick über die schwarze Küstenebene und zurück westwärts in Richtung Reynisfjara auf. Papageitaucher nisten auf dem westlichen Vorgebirge (Zugang von 1. Mai bis 25. Juni für die Brutsaison eingeschränkt; später im Sommer geöffnet).

Einchecken in Vík-Unterkunft (15:30–16:00 Uhr)

Wo schlafen in Vík:

  • Hótel Kría (Víkurbraut 52): das beste Hotel im Dorf, gutes Frühstück, Meerblick aus einigen Zimmern, ab 25.000–35.000 ISK (163–228 €) im Sommer
  • Black Beach Suites: stilvolle Suiten mit direktem Schwarzsandstrandblick, leicht außerhalb des Dorfes, ab 30.000–40.000 ISK (195–261 €)
  • Þakgil-Campingplatz (14 km nördlich von Vík): ein atemberaubender Talcampingplatz in den Bergen über Vík für Campingbegeisterte — wohl der beste Campingplatz an der Südküste

2–3 Monate im Voraus im Sommer buchen. Vík ist im Juli komplett ausgebucht.

Tag 2: Vík nach Jökulsárlón und Diamond Beach

Abfahrt Vík: 07:30–08:00 Uhr

Fahrtstrecke heute: ca. 190 km in eine Richtung (ca. 2 Std. 30 Min.), plus Rückfahrt, sofern nicht weiter östlich übernachtet wird.

Fjaðrárgljúfur-Canyon (08:30 Uhr)

Ca. 30 km östlich von Vík auf Route 1, nach Süden auf Route F206 abbiegen (ausgeschildert). Dies ist eine Schotterstraße, die im Sommer für Zweiradantrieb geeignet ist. Der Fjaðrárgljúfur-Canyon ist 100 m tief, 2 km lang, mit senkrechten Wänden aus erodiertem Gestein. Ein Wanderweg folgt dem Canyonrand ca. 2 km lang (30–40 Minuten Hin- und Rückweg). Dies ist einer der dramatischsten Abstecher der Südküste und wird oft verpasst, weil er eine bewusste Abfahrt von der Ringstraße erfordert.

Dorf Kirkjubæjarklaustur (09:15 Uhr)

Ein nützlicher Tank- und Kaffeestopp (68 km östlich von Vík). Der Systrafoss-Wasserfall ist ein 10-minütiger Spaziergang vom Dorfzentrum — kostenlos, selten überfüllt. Das Kirkjugólf (Basaltsäulenboden, beim Campingplatz) ist ein Boden aus flachen Basaltsäulen, der wie Pflastersteine aussieht — eine ungewöhnliche geologische Formation, 5 Minuten von der Hauptstraße entfernt.

Skaftafell / Vatnajökull-Nationalpark (10:30–12:00 Uhr)

Skaftafell ist der Hauptzugangspunkt für den Vatnajökull-Nationalpark an der Südküste. Das Besucherzentrum hat gute Ausstellungen über den Gletscher. Vom Parkplatz (Gebühr: 750 ISK / 5 € pro Fahrzeug) führt ein 1,5 km langer Weg zum Svartifoss-Wasserfall — ein markanter Wasserfall, der von sechseckigen Basaltsäulen gesäumt wird, die visuelle Referenz, die das Design der Hallgrímskirkja-Kirche in Reykjavík inspirierte.

Der Spaziergang zur Skaftafellsjökull-Gletscherzunge ist 3 km hin und zurück (45 Minuten) vom Parkplatz — der Gletscher ist sichtbar und erreichbar. Eine geführte Gletscherwanderung kann vom Gletscher-Parkplatz aus gebucht werden.

Einplanen: 1,5–2 Stunden bei Skaftafell.

Jökulsárlón-Gletscherlagune (12:30–14:30 Uhr)

Jökulsárlón ist die Gletscherlagune, wo Eisberge vom Breiðamerkurjökull-Gletscher kalben und in einem Brackwassersee schwimmen, bevor sie ins Meer treiben. Die Lagune ist 25 km² groß, bis zu 248 m tief, und die Eisberge reichen von kleinen Fragmenten bis zu Blöcken in der Größe kleiner Gebäude.

Jökulsárlón-Gletscherlagunen-Bootsfahrt — 40-minütige Fahrt im Amphibienboot oder Zodiac zwischen den Eisbergen, Führer erklären das Gletschersystem

Die Bootsfahrt ist die beste Möglichkeit, das Ausmaß der Lagune zu erleben — vom Ufer aus wirken die Eisberge kleiner als sie sind. Das Amphibienboot kreist zwischen treibenden Eisbergen und holt gelegentlich Eis heraus, um sein Alter zu demonstrieren (Eis aus tieferen Gletscherschichten kann Tausende von Jahren alt sein).

Café Jökulsárlón beim Besucherzentrum verkauft Suppe und Sandwiches — ein vernünftiger Mittagsstopp.

Diamond Beach (14:30–15:15 Uhr)

Diamond Beach ist der schwarze Sandstrand unmittelbar südlich der Jökulsárlón-Brücke, wo Eisberge, die ins Meer getrieben sind, wieder an den Strand gespült werden und als klare Eisbrocken auf dem schwarzen Sand zurückbleiben, wenn die Wellen sich zurückziehen. Der visuelle Effekt — transparente Eisblöcke auf schwarzem Vulkansand verteilt — ist unvergleichlich in Island. Frühmorgens und spätabends gibt es das beste Licht (goldenes Licht lässt das Eis leuchten); mittags ist funktional, aber flach.

Einplanen: 45 Minuten am Diamond Beach. Den Strand ostwärts entlanglaufen für das ruhigere Ende.

Rückfahrt: Jökulsárlón nach Vík (15:30 → 18:00 Uhr)

Westwärts auf Route 1 zurück nach Vík. Strecke: 185 km, ca. 2 Std. 15 Min. Fahrt. Die gleiche Straße, aber am Abend anderes Licht — die Gletscher und der Gebirgsrücken im Norden fangen oft interessantes Abendlicht ein.

Alternativ: Wer weiter ostwärts auf der Ringstraße reisen möchte, findet in Höfn (75 km östlich von Jökulsárlón) bessere Restaurants und Unterkünfte für eine längere Reise. Dies ist die logische Fortsetzung für die 4-tägige Südküsten-Reiseroute.

Tag 3: Rückkehr nach Reykjavík

Abfahrt Vík: 09:00 Uhr

Die Rückfahrt auf Route 1 westwärts deckt die gleiche Strecke ab, aber zu anderen Zeiten:

  • Dyrhólaey am Morgenlicht (falls der Leuchtturm an Tag 1 nicht bestiegen wurde)
  • Skógafoss in der Morgensonne (ostgerichteter Wasserfall, vor Mittag gut beleuchtet)
  • Seljalandsfoss nochmals — anderes Licht, und morgens ist der Weg hinter den Fällen weniger überfüllt

Rückkehr nach Reykjavík bis 13:30–14:00 Uhr, mit Abfahrt 09:00 Uhr aus Vík und 1–2 kurzen Stopps.

Oder: Blaue Lagune bei der Abreise

Falls der Flug von Keflavík am späten Nachmittag geht, einen 2-stündigen Stopp an der Blauen Lagune auf dem Rückweg von Reykjavík einplanen — oder besser, direkt von Vík zur Blauen Lagune über Route 1 westwärts und Route 41 fahren, nachmittags ankommen, dann weiter zum Flughafen Keflavík.

Wo isst man an der Südküste?

Vík:

  • Restaurant Suður-Vík: die Hauptoption, zuverlässige isländische Küche, Hauptgerichte 2.500–3.000 ISK
  • Halldórskaffi: günstigeres Café in der alten Halle, tolle Suppe

Kirkjubæjarklaustur:

  • Systrakaffi: das Hauptcafé, solide Sandwiches und Lammsuppe

Skaftafell:

  • Skaftafell Bistro: beim Besucherzentrum, Sandwiches und Suppe, ausreichend

Höfn (falls man ostwärts weiterfährt):

  • Pakkhús-Restaurant: Höfn ist bekannt für Langustinen — dies ist das beste Langustinen-Restaurant an der Südküste, Hauptgerichte 4.000–6.000 ISK (26–39 €)

Tankstellen an der Südküste

  • Selfoss (40 km von Reykjavík): N1, Vollservice
  • Hvolsvöllur (100 km): N1, Geldautomat
  • Vík (188 km): N1-Tankstelle mit einer Bäckerei, die überdurchschnittlich gut ist
  • Kirkjubæjarklaustur (250 km): N1
  • Höfn (460 km von Reykjavík): N1

Hinweis zu Kraftstoffpreisen: Islands Kraftstoffkosten betragen 230–250 ISK pro Liter (1,50–1,63 €). Bei einem durchschnittlichen Mietwagen-Verbrauch von 7–8 Litern pro 100 km kostet die 750-km-Hin-und-Rückfahrt ca. 13.000–15.000 ISK (85–98 €) an Kraftstoff.

Häufig gestellte Fragen zu dieser 3-tägigen Island-Reiseroute

Ist die Südküste im Winter geeignet?

Ja — Winterbedingungen machen die Südküste dramatischer statt weniger interessant. Teilweise gefrorener Skógafoss, Schnee auf der Küstenebene und niedriges Winterlicht sind allesamt wirklich gute fotografische Bedingungen. Allerdings: Winterreifen sind gesetzlich vorgeschrieben, Sturmtage können Straßen vorübergehend sperren, und der Weg hinter Seljalandsfoss ist oft zugefroren. road.is vor jedem Fahrtag prüfen. Für Winterdetails: Fahren in Island-Leitfaden.

Muss ich die Unterkunft in Vík im Voraus buchen?

Ja, deutlich im Voraus. Vík hat begrenzte Unterkunftskapazität im Verhältnis zur Besucherzahl im Sommer (Juni–August). Mindestens 2–3 Monate im Voraus buchen. Alternativen wenn Vík voll ist: Hvolsvöllur (100 km westlich, besseres Gästehausangebot) oder Kirkjubæjarklaustur (70 km östlich, weniger Optionen aber geringere Nachfrage).

Was ist die beste Zeit für einen Besuch von Jökulsárlón?

Frühmorgens und spätnachmittags gibt es das beste Licht auf den Eisbergen. Im Sommer bedeutet dies, vor 09:00 oder nach 17:00 Uhr für ruhigere Bedingungen und weniger Menschen anzukommen. Die Lagune ist auch im Winter dramatisch, wenn die Oberfläche teilweise gefroren sein kann und die Eisberge mit Schnee bedeckt sind. Die Bootsfahrt läuft von Mai bis Oktober.

Sollte ich die Bootsfahrt bei Jökulsárlón machen?

Ja, wenn möglich. Der Blick vom Ufer ist spektakulär, aber die Bootsfahrt gibt Maßstab und Kontext, den man vom Land aus nicht bekommt — man versteht, wie groß die Eisberge sind, wenn man neben ihnen schwimmt. Die Amphibienbootsfahrt (kürzer, weniger spezialisiert) ist die Standardoption; Zodiac-Touren fahren schneller und kommen näher an das Gletschergesicht heran.

Wie weit ist Jökulsárlón von Reykjavík entfernt?

375 km über Route 1, ca. 4,5–5 Stunden Fahrt ohne Stopps. Als Tagesausflug von Reykjavík ist es möglich, aber anstrengend (750 km hin und zurück). Eine 3-tägige Reiseroute mit Übernachtungen ist deutlich besser.

Kann man auf den Eisbergen am Diamond Beach laufen?

Nein. Das Eis am Diamond Beach ist instabil — es wurde vom Meer glatt poliert und kann sich unerwartet drehen. Das Betreten von Strandeis ist verboten und gefährlich. Vom Sand aus betrachten.

Packliste für die Südküsten-Selbstfahrertour

Die Südküste hat spezifische Bedingungen, die sich von einem Stadtbesuch unterscheiden:

Wasserdichte Kleidung: Unverzichtbar bei Seljalandsfoss (Weg hinter den Fällen durchnässt im Nebel), nützlich bei Gullfoss (Sprühnebel an windigen Tagen) und ratsam durchgehend angesichts der Häufigkeit von Küstenregen. Eine richtige wasserdichte Jacke und Hosen sind praktischer als eine einzelne „Regenjacke”.

Schuhwerk: Wasserdichte Schuhe oder Wanderschuhe mit Knöchelunterstützung. Der Weg hinter Seljalandsfoss ist nasser Stein und Schotter; der Reynisfjara-Strand hat unebenen schwarzen Sand; Skaftafell-Wege sind Schotter. Turnschuhe sind für die Bandbreite der Oberflächen des Tages unzureichend.

Warme Schicht: Temperaturen an der isländischen Südküste im Sommer sind 10–15 °C, mit der Windkühlung weiter sinkend nahe der Küste. Ein Fleece oder Daunen-Mittelschicht zwischen Basis und Wasserdichter ist von Mai bis September praktisch.

Sonnenbrille und Sonnenschutz: Die flach einfallende Sommersonne an der Südküste erzeugt starke Blendung, besonders bei Jökulsárlón und Diamond Beach, wo das Eis das Licht reflektiert. Dies ist kontraintuitiv für eine Island-Reise; Sonnenschutz ist dennoch wichtig.

Bargeld: Selten nötig, aber der Þakgil-Campingplatz (13 km nördlich von Vík) erfordert manchmal Barzahlung. Vor der Abreise aus Reykjavík ISK auffüllen, wenn abgelegene Stopps geplant sind.

Offline-Karten: Die Offline-Karte für die Südküstenregion in Google Maps oder Maps.me vor der Abreise aus Reykjavík herunterladen. 4G-Abdeckung ist entlang Route 1 gut, aber auf einigen Nebenstraßen nicht vorhanden (Þakgil, Fjaðrárgljúfur, Skaftafell-Nebenstraßen).

Die Südküste im Winter

Die Südküste ist ganzjährig geöffnet und zugänglich, mit Bedingungen, die im Winter anders statt einfach schlechter sind:

Was im Winter besser ist: Teilweise gefrorener Skógafoss schafft skulpturale Eisformationen an der Basis und am Kliffgesicht. Die schwarzen Sandstrände mit Schnee sind visuell eindrucksvoll. Die Gletscherblicke von der Ringstraße haben mehr Kontrast. Besucherzahlen sind deutlich niedriger — Reynisfjara im Februar hat nur einen Bruchteil der Sommermengen.

Was schlechter oder anders ist: Der Weg hinter Seljalandsfoss ist oft vereist und geschlossen (November–April). Tageslicht ist begrenzt — Dezember gibt 4–5 Stunden nutzbares Tageslicht, was für 2–3 Stopps ausreicht, aber nicht für einen vollen 6-Stopp-Tag. Straßenverhältnisse erfordern Winterreifen (gesetzlich vorgeschrieben) und vorsichtigeres Fahren. Die Fjord- und Gletscherstraßen schließen gelegentlich bei schwerwiegendem Wetter.

Winter-spezifische Ergänzung: die Katla-Eishöhle bei Vík ist ganzjährig zugänglich und besonders gut im Winter, wenn die Höhle stabileres Eis hat. Dies ist die logische Winteralternative zu den natürlichen Vatnajökull-Höhlen (auch von Oktober bis März zugänglich, aber 5 Stunden weiter östlich). Für vollständige saisonale Logistik: Island-im-Winter-Fahrenleitfaden.

Fahren auf Route 1 — praktische Hinweise

Route 1 (Ringstraße) zwischen Reykjavík und Jökulsárlón ist vollständig asphaltiert und gut gepflegt. Einige spezifische Fahrhinweise für den Südküstenabschnitt:

Einspurige Brücken: Es gibt mehrere einspurige Brücken an der Südküste, besonders östlich von Vík. Dem entgegenkommenden Verkehr auf diesen ausweichen; das Protokoll ist: das erste Fahrzeug an der Brücke hat Vorrang. Sie sind ausgeschildert; weit vor der Brücke verlangsamen.

Schafe auf der Straße: Von Juni bis August grasen Schafe frei in Island und wandern regelmäßig auf Straßen, einschließlich Route 1. Unter dem Tempolimit in der Nähe von Bauernhöfen fahren, besonders in der Dämmerung und im Morgengrauen. Kollisionen mit Nutztieren sind häufig und der Fahrer ist rechtlich verantwortlich.

Geschwindigkeitskameras: Island hat feste Geschwindigkeitskameras in regelmäßigen Abständen. Das Limit von 90 km/h auf offenen Straßen wird aktiv durchgesetzt. Das Bußgeld für eine Überschreitung von 20 km/h beträgt ca. 18.000 ISK (117 €).

Tanken bei Nacht: Nicht alle Tankstellen haben nach 18:00 Uhr Bedienungsservice. Alle großen N1- und Orkan-Stationen sind 24-Stunden-Selbstbedienung mit Kartenzahlung. Wissen, wo die nächste Tankstelle ist, bevor man in den Abend hineinfährt.

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