Autofahren auf Island im Winter: Was Sie wissen müssen
Ist Winterfahren auf Island sicher?
Winterfahren auf Island ist möglich, erfordert aber echte Vorbereitung. Die Route 1 (Ringstraße) bleibt ganzjährig offen, aber Abschnitte schließen vorübergehend bei Stürmen. Alle Mietwagen haben vom 1. November bis 15. April Pflicht-Winterreifen. Das tägliche Prüfen von road.is vor dem Fahren ist keine Option — so vermeiden Sie gesperrte Straßen oder Whiteout-Bedingungen.
Das ehrliche Bild des Winterfahrens
Island im Winter — grob von November bis März — ist für Fahrer, die keine Erfahrung mit nördlichen Verhältnissen haben, wirklich anspruchsvoll. Road.is zeigt von Dezember bis Februar fast täglich Sperrungen und Wetterwarnungen. Abschnitte der Ringstraße nahe Vík, die Ostfjordpässe und Bergstraßen im Norden schließen regelmäßig für 12–48 Stunden.
Dennoch fahren Hunderttausende Besucher ohne Zwischenfälle durch Island im Winter, weil sie die Bedingungen prüfen, ihren Zeitplan anpassen und vorsichtig fahren. Wer in Schwierigkeiten gerät, behandelt die Ringstraße wie eine Autobahn und ignoriert road.is.
Dieser Leitfaden gibt Ihnen die nötigen Details für eine realistische Planung.
Pflicht-Winterausrüstung
Das isländische Gesetz schreibt für alle Mietwagen vom 1. November bis 15. April Winterreifen vor, unabhängig von den Tagesbedingungen. Mietwagenanbieter halten dies als Standard ein — Sie müssen diese nicht extra anfordern. Alle Mietwagen in diesem Zeitraum haben entweder:
- Spikes (Nagladekkín): Metallspikes, die direkt auf Eis greifen. Beste Traktion auf Eis, lauter bei Geschwindigkeit, etwas schwächer beim Bremsen auf nassem Asphalt.
- Reibungs-/Nordische Reifen: Weichere Gummimischung, die unter 7 °C ohne Spikes greift. Gesetzlich erlaubt und bei Mietwagen üblich.
Spikereifen sind der Standard für Mietwagen im Winter. Sie sind auf dem schwarzen Eis und festgefahrenem Schnee der Ringstraße wirksamer.
Was Sie selbst mitbringen müssen:
- Eiskratzer: Von manchen Vermietern mitgeliefert, nicht von allen. An jeder Tankstelle für unter 500 ISK (ca. 3,50 €) erhältlich.
- Enteiserspray: Optional, aber morgens bei Frost nützlich.
Road.is: Ihre tägliche Pflicht
Road.is (auf Isländisch vegagerdin.is) zeigt farbcodierte Straßenzustände für jede nummerierte Straße Islands, täglich mehrfach von Straßenpatrouillen und automatischen Sensoren aktualisiert.
Farbcodierung:
- Grün: Offen, normale Bedingungen
- Gelb: Mit Vorsicht fahren; Bedingungen verschlechtern sich
- Orange: Schwierig; nur für erfahrene Fahrer geeignet
- Rot: Unpassierbar; die Straße ist effektiv durch Bedingungen gesperrt, auch wenn nicht formal geschlossen
- Lila: Offiziell von Vegagerðin gesperrt; kein Zutritt, Bußgelder möglich
Im Dezember–Februar ist es normal, dass 20–30 Straßenabschnitte gleichzeitig gelb oder orange markiert sind. Planen Sie Ihren Tag nach der Karte, nicht nach dem, was Sie vor drei Wochen geplant haben.
Die Website enthält auch einen Abschnitt „Reisehinweise” mit spezifischen Gefahrenbeschreibungen — „Eisige Oberfläche zwischen km 128 und 145”, „Eingeschränkte Sichtbarkeit nahe Mýrdalsjökull” — die mehr Kontext bieten als die Farbe allein.
Welche Straßen bleiben im Winter offen?
Route 1 (Ringstraße): Der vollständige Rundkurs wird ganzjährig gewartet, aber vorübergehende Sperrungen kommen vor. Die häufigsten Problemstellen:
- Südküste zwischen Vík und Kirkjubæjarklaustur: Die Vulkansandflächen sind extremen Seitenwinden und Sand-/Aschestürmen ausgesetzt. Sperrungen treten hier mehrmals im Winter auf.
- Ostfjordgebirgspässe (Route 1 zwischen Höfn und Egilsstaðir): Winter-Schnee und Eis können diese Pässe unvorhergesehen unpassierbar machen. Der Breiðdalsheiði-Pass ist besonders anfällig.
- Nordisländische Bergstrecken: Zwischen Akureyri und Egilsstaðir überquert die Route 1 Hochland, das starken Schneefall erhält.
F-Straßen: Alle F-Straßen sind im Winter gesperrt. Fahren Sie sie nicht, unabhängig von den Schneebedingungen.
Bergstraßen und Passrouten: Routen wie Route 35 über Kjölur sind typischerweise von November bis Mai gesperrt. Route 550 Kerlingarfjöll: von Oktober bis Juni gesperrt.
Stadtstraßen und der Raum Reykjavík: Generell gut handhabbar, obwohl Schneefallereignisse sie vorübergehend auf Kriechgeschwindigkeit reduzieren können.
Praktische Wintertechnik
Wenn Sie aus einem nordeuropäischen Land oder Kanada mit Winterfahrerfahrung kommen, ist Island im Winter eine Erweiterung dessen, was Sie kennen. Wenn Sie aus Südeuropa, Australien, Südafrika oder anderen ganzjährig warmen Klimazonen kommen, können diese Regeln neu sein:
Geschwindigkeit: Auf potenziell vereisten Asphaltstraßen auf 60–70 km/h reduzieren, unabhängig von der gesetzlichen Grenze von 90 km/h. Der Bremsweg auf Eis bei 80 km/h kann auch mit Spikereifen über 200 m betragen.
Bremsen: Früh, sanft und progressiv bremsen. Beginnt das Auto zu schleudern, das Bremsen lösen und in die Richtung des Schleuderns lenken. Moderne ABS-Systeme helfen, eliminieren aber nicht das Schleuderrisiko auf Eis.
Brücken und Senken: Schwarzes Eis bildet sich zuerst auf Brücken (weil Luft von unten zirkuliert und von beiden Seiten abkühlt) und in tiefen Straßensenken, wo sich Kaltluft sammelt. Alle Brücken mit reduzierter Geschwindigkeit anfahren, auch wenn die freie Straße davor klar aussieht.
Überholen: Im Winter nur überholen, wenn Sie eine deutliche Trockenstrecke vor sich haben. Schneebedeckte Straßen reduzieren Sichtweite und Überholabstände.
Wind: Hochseitige Fahrzeuge (Wohnmobile, große SUVs) können bei Böen über 20 m/s (72 km/h) physisch seitlich weggedrückt werden. Vedur.is veröffentlicht Windgeschwindigkeitsvorhersagen nach Standort — bei prognostizierten Böen über 30 m/s (108 km/h) auf Ihrer Route erwägen Sie eine Verschiebung.
Tageslicht im Winter
November: 5–7 Stunden nutzbares Tageslicht. Sonnenaufgang um ca. 10:30 Uhr, Sonnenuntergang gegen 16:00 Uhr Ende November.
Dezember–Januar: 4–5 Stunden. Die Sonne hebt sich kaum über den Horizont und gibt schrägstehendes, stimmungsvolles Licht. Sonnenaufgang/-untergang um 11:00–15:30 Uhr.
Februar: 7–9 Stunden, verbessert sich im Monatsverlauf rasch.
Das bedeutet, realistisches Winterfahren ist auf die Nachmittagsstunden beschränkt. 200+ km pro Tag zu planen ist unrealistisch — maximal 100–150 km planen und Stopps entsprechend priorisieren.
Die Kehrseite: Das Winterlicht in Island ist für die Fotografie außerordentlich — die goldene Stunde dauert 3–4 Stunden, Nebel und Schnee geben Textur, und die Aurora ist an jedem klaren Abend möglich. Siehe unseren Island-im-Winter-Leitfaden für das vollständige Saisonbild.
Aurora und Winterfahren
Viele Winterbesucher kommen gezielt für das Nordlicht, das klaren Himmel erfordert, idealerweise abseits der Lichtverschmutzung von Reykjavík. Das verführt dazu, nachts bei Dunkelheit auf Landstraßen zu fahren — manchmal auf unbekannten Wegen.
Beim Fahren für die Aurora:
- Tagsüber zuerst eine Strecke fahren, die Sie kennen
- Road.is vor der Abfahrt prüfen
- Auf Route 1 und großen asphaltierten Straßen bleiben — bei Dunkelheit im Winter keine Schotterwege oder F-Straßen versuchen
- Geladenes Telefon, warme Kleidung und etwas Wasser mitführen
- Jemandem Ihr Ziel mitteilen
Unser Selbstfahrer-Aurora-Jagd-Leitfaden deckt optimale Standorte und Strategie im Detail ab.
Mietwagenspezifika für den Winter
Wohnmobilmieten im Winter sind möglich, haben aber Einschränkungen. Viele Campingplätze sind von November bis März geschlossen. Wohnmobil-Heizsysteme funktionieren, verbrauchen aber über Nacht mehr Kraftstoff. Einige Hochland-Campingplätze bleiben mit Elektrikanschluss offen; andere gehen auf Winterbetrieb über. Fragen Sie Ihren Wohnmobilanbieter, welche Plätze für Ihre Daten bestätigt geöffnet sind.
Für eine Winter-Ringstraße ist ein mittlerer 4x4 die beste Fahrzeugkategorie. Ein 2WD ist legal, schränkt Ihre Möglichkeiten bei Verschlechterung der Bedingungen erheblich ein. Die erhöhte Bodenfreiheit eines 4x4 ist auch nützlich, um in ungeräumte Halte- und Aussichtsparkplätze zu gelangen.
Nordlicht und Winterfahren: die Realität
Islands Winter wird hauptsächlich über Aurora-Fotografie vermarktet. Die Realität des Selbstfahrens für das Nordlicht ist differenzierter.
Wie Aurora-Jagd mit dem Auto funktioniert: Aurora erfordert dunklen Himmel, was bedeutet, Reykjavík zu verlassen und in ländliche Gebiete zu fahren. Die Aurora ist typischerweise von 21:00–02:00 Uhr an klaren Nächten sichtbar. Das bedeutet, auf dunklen, unbekannten Straßen zu fahren, nachdem man bereits den ganzen Tag gefahren ist. Viele Aurora-Unfälle passieren nicht, weil Fahrer leichtsinnig waren, sondern weil sie müde und es dunkel war.
Praktische Aurora-Fahrstrategie:
- Den Aurora-Standort tagsüber im Hellen auskundschaften
- Road.is vor dem nächtlichen Aufbruch prüfen — Bedingungen ändern sich
- Warmes Getränk, warme Kleidung und geladenes Telefon mitführen
- Auf Route 1 und großen asphaltierten Straßen bleiben — bei Dunkelheit keine Schotterwege versuchen
- Maximal 30–50 km von Ihrer Basis entfernt einen Standort wählen; nicht um 23:00 Uhr die Aurora 200 km entfernt auf unbekannter Route jagen
Beste Regionen für Auto-zugängliche Aurora: Das Þingvellir-Gebiet (30 km von Reykjavík auf der asphaltierten Route 36) ist zugänglich und dunkel genug bei klarem Himmel. Das Akureyri-Hinterland hat ausgezeichnete Dunkelgebiete mit asphaltierter Zufahrt. Die Südküstenebenen nahe Kirkjubæjarklaustur sind flach, dunkel und auf der asphaltierten Ringstraße.
Unser Selbstfahrer-Aurora-Jagd-Leitfaden enthält spezifische Standorte.
Unterkunft für Winter-Ringstraßen-Reisen
Die Unterkunftsplanung im Winter unterscheidet sich vom Sommer:
Weniger Campingplätze geöffnet: Die meisten Campingplätze sind von November bis März geschlossen. Wer im Winter im Wohnmobil fährt, muss vor der Abfahrt bestätigen, welche Plätze geöffnet sind.
Pensionen in kleineren Städten: Viele Ringstraßen-Pensionen schließen für den Winter (November–März). Einige sind während Weihnachten und Silvester nur eingeschränkt geöffnet. Vorher per E-Mail oder Telefon Öffnungszeiten bestätigen — Online-Buchungssysteme zeigen oft Verfügbarkeit an, auch wenn eine Unterkunft nicht besetzt ist.
Buchungsflexibilität: Winterstürme können Sie 24–48 Stunden lang festhalten. Unterkunft mit kostenlosen Stornobedingungen buchen und einen flexiblen Reiseplan mit Ausweichmöglichkeiten an jedem Übernachtungsort erstellen.
Gute Winterstützpunkte: Reykjavík (klar), Vík (kleine, aber zuverlässige Pensionen und ganzjährig Camping), Höfn (eingeschränkt, aber funktionell) und Akureyri (ganzjährig volles Angebot).
Fahrzeugvorbereitung für Winterfahrten
Bei der Miete eines Autos in Island im Winter werden die Winterreifen bereits montiert sein — das ist gesetzlich vorgeschrieben. Was Sie trotzdem prüfen sollten:
Wischerblätter: Islands Winter-Wischerblätter müssen Eisansammlungen bewältigen, nicht nur Regen. Zeigen die Blätter Streifen oder Ruckeln, bitten Sie den Vermieter, sie vor der Abholung zu ersetzen.
Enteisungsset: Fragen, ob das Auto Eiskratzer und Enteiserspray hat. Falls nicht, an jeder Tankstelle kaufen (300–600 ISK). An jedem kalten Morgen werden Sie sie brauchen.
Kraftstoffanzeige: Im Winter den Kraftstoff nie unter die Hälfte fallen lassen. Tankstellen in kleinen Städten schließen früh; die Selbstbedienungspumpen laufen 24 Stunden, erfordern aber eine PIN-gesicherte Karte.
Traktionskontrolle: Moderne Mietwagen haben elektronische Stabilitätskontrolle (ESC/ESP). Nicht deaktivieren. Islands Mietwagenunternehmen haben begonnen, die Möglichkeit, die Traktionskontrolle bei neueren Fahrzeugen auszuschalten, gezielt zu blockieren.
Das Weihnachts- und Silvester-Erlebnis auf Island
Der 25. Dezember bis 1. Januar ist Hochsaison für Island-Winter-Reisen. Es ist eine der atmosphärischsten Reisezeiten — Weihnachtstraditionen sind einzigartig (die 13 Weihnachtsmänner, die Bücherverbrennungstradition, Reykjavíks Weihnachtsbeleuchtung), und Silvester in Reykjavík beinhaltet das intensivste private Feuerwerk der Welt (Island hat keine Einschränkungen für Feuerwerk, und die gesamte Stadt feuert gleichzeitig um Mitternacht).
Die praktischen Komplikationen: Flüge und Unterkunft in Reykjavík sind vom 26. Dezember bis 2. Januar vollständig ausgebucht und zum Premiumpreis. Das Fahren auf der Ringstraße über Weihnachten ist möglich, aber die Ostfjorde und nördlichen Abschnitte können in dieser Zeit Sperrungen haben. Planen Sie das Stadterlebnis rund um die Feiertage und Ringstraßen-Segmente Anfang bis Mitte Januar für ruhigere und günstigere Bedingungen.
Unser detaillierter Weihnachts- und Silvester-Island-Leitfaden behandelt diesen Zeitraum spezifisch.
Straßensperrungen im Kontext: Wie oft, wie lang?
Eine Frage, die die meisten Besucher vor einer Winter-Ringstraßen-Tour haben: Wie wahrscheinlich ist eine Straßensperrung, und wie störend wird sie sein?
Häufigkeit nach Monat:
| Monat | Wahrscheinliche Sperrtage (Ringstraße) | Hauptbetroffene Gebiete |
|---|---|---|
| November | 3–6 Tage gesamt | Südküste, Ostfjordpässe |
| Dezember | 5–8 Tage | Südküste, Ostfjorde, Norden |
| Januar | 5–10 Tage | Meist betroffener Monat |
| Februar | 4–8 Tage | Verbesserung, aber noch erheblich |
| März | 2–5 Tage | Schnee im Norden noch möglich |
| April | 1–3 Tage | Größtenteils klar, einige Bergabschnitte |
Das sind Gesamttage, an denen ein Ringstraßen-Abschnitt betroffen ist — nicht Tage, an denen die gesamte Ringstraße gleichzeitig gesperrt ist. Eine Januar-Sperrung nahe Vík betrifft möglicherweise nicht einen Reisenden, der bereits östlich von Höfn ist.
Durchschnittliche Sperrdauer: 12–36 Stunden. Kurze Sperrungen (12–18 Stunden) sind am häufigsten — ein Sturm zieht über Nacht durch und die Straßenmannschaft räumt es bis zum Morgen frei. Verlängerte Sperrungen über 48 Stunden kommen vielleicht 2–4 Mal pro Winter bei schweren Ereignissen vor.
Planungsimplikation: Mindestens 1–2 Puffertage in jeden Winter-Ringstraßen-Plan von 7+ Tagen einbauen. Keine nicht erstattungsfähigen Flüge mit null Flexibilität im Zeitplan buchen.
Die Psychologie des Winterfahrens in Island
Viele Menschen kehren von einer Winter-Island-Reise zurück und sagen, die Straßenbedingungen waren viel weniger einschüchternd als erwartet. Andere berichten von ihren stressigsten Fahrerlebnissen. Der Unterschied liegt fast vollständig in der Herangehensweise:
Ansatz A (funktioniert):
- Road.is jeden Morgen vor dem Fahren prüfen
- Nach 09:00 Uhr starten, wenn Licht verfügbar und Straßenmannschaften in Betrieb sind
- Auf jedem Abschnitt mit potenziellem Eis mit 60–70 km/h fahren
- Akzeptieren, dass der Tag mit dem Licht endet, um 15:00–16:00 Uhr im Dezember
- Die Unterkunft von morgen mit kostenloser Stornierung gebucht haben
Ansatz B (schafft Probleme):
- Versuchen, die gleichen Tagesdistanzen wie im Sommer zu fahren
- Gelbe oder orange road.is-Warnungen ignorieren, weil „es wahrscheinlich gut geht”
- Mit Tempolimit (90 km/h) fahren, weil die Straße „ok aussieht”
- Gebuchte nicht erstattungsfähige Unterkünfte ansteuern, wenn road.is die Route als problematisch anzeigt
- Im Dunkeln auf unbekannten Straßen fahren
Der Wechsel von B zu A ist vollständig mental, keine Frage der Fahrfertigkeit. Die meisten Winter-Island-Fahrerfälle sind Ansatz-B-Fälle.
Häufig gestellte Fragen zum Winterfahren auf Island
Brauche ich Schneeketten in Island?
Nein. Schneeketten sind in Island nicht üblich und viele Mietwagenunternehmen verbieten sie, da sie das Auto beschädigen können. Winterreifen (Spikes oder Reibungsreifen) sind die gesetzliche und praktische Anforderung.
Kann ich im Winter zur Blauen Lagune fahren?
Ja. Die Blaue Lagune ist auf der asphaltierten Route 43 ganzjährig zugänglich. Die meisten Straßen auf der Reykjanes-Halbinsel werden im Winter gewartet. Die Hauptsache ist die Buchung der Lagune selbst — zeitgebundener Eintritt im Voraus ist Pflicht.
Was, wenn mein Mietwagen im Schneesturm liegenbleibt?
Im Auto bleiben. Ihr Auto ist viel leichter zu finden als eine Person zu Fuß im Schneesturm. Die Notfallnummer Ihres Mietwagenvermieters anrufen (auf dem Vertrag) und 112, wenn Sie in Gefahr sind. Warnblinkanlage einschalten und, wenn vorhanden, Warndreiecke mindestens 50 m hinter dem Auto aufstellen.
Ist die Ringstraße ganzjährig befahrbar?
Route 1 wird ganzjährig gewartet, ist aber nicht zu jeder Zeit garantiert offen. Bei schwerem Winterwetter (typischerweise 3–10 Tage pro Jahr insgesamt) schließen Abschnitte für 12–48 Stunden. Wenn Sie ein festes Abreisedatum haben, bauen Sie Puffertage ein — insbesondere nahe Vík und an den Ostfjordpässen.
Ist Winterfahren auf Island deutlich schwieriger als in Skandinavien oder Kanada?
Weitgehend vergleichbar. Islands spezifische Herausforderungen sind die Vulkansandstürme (die Skandinavien nicht hat) und die Plötzlichkeit von Wetteränderungen. Temperaturextreme in Island sind milder als im kanadischen Innenland. Die Aurora-Beobachtungskultur in Island bedeutet, dass mehr Hobbyfahrer nachts auf Landstraßen unterwegs sind — bei Spitzenzeiten für Aurora (21:00–02:00 Uhr) besonders vorsichtig sein.
Kann ein Anfängerfahrer den Winter in Island bewältigen?
Mit Vorbereitung, ja. Auf Route 1 und großen asphaltierten Straßen bleiben, bei Tageslicht fahren, sich extra Zeit lassen und gelbe oder orange road.is-Warnungen niemals ignorieren. Die Ringstraße im Winter ist nichts für Fahrer, die bei widrigen Bedingungen in Panik geraten — im Sommer fahren, wenn Zweifel bestehen.
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