In den Gletscher — Führerguide zum Langjökull-Eistunnel
Reykjavik: Perlan Glacier and ice cave exhibition
Was ist „In den Gletscher" am Langjökull?
”In den Gletscher” ist ein 500 Meter langes, in den Langjökull — Islands zweitgrößte Eiskappe — gegrabenes Tunnelsystem. Es ist der einzige Gletscherinnenraum auf Island (und einer der wenigen weltweit), der das ganze Jahr zugänglich ist. Man läuft durch geschnitzte Eiskammern in einem lebenden Gletscher auf 1.200 Meter Höhe über dem isländischen Hochland.
Langjökull und das „In den Gletscher”-Projekt
Langjökull — isländisch für „Langer Gletscher” — ist Islands zweitgrößte Eiskappe und bedeckt im westlichen Hochland auf Höhen zwischen 1.100 und 1.400 Metern ungefähr 920 Quadratkilometer. Anders als der Vatnajökull im Südosten liegt der Langjökull im isländischen Innenland und grenzt nicht unmittelbar an die Ringstraße, was ihn historisch zu einem weniger besuchten Ziel gemacht hat.
Das Projekt „In den Gletscher” änderte das. Über mehrere Jahre ab etwa 2015 grub ein lokaler Betreiber ein 500 Meter langes Tunnelsystem in das Innere des Langjökull, wobei eine Reihe von Eiskammern, Gängen und einem Kapellenraum entstanden. Das Projekt erforderte technische Lösungen für den sich bewegenden Gletscher — der Tunnel rückt jährlich etwa 1–2 Meter vor, wenn das Eis fließt, was kontinuierliche Wartung und Anpassung erfordert.
Das Ergebnis ist der einzige Ort auf Island (und einer der wenigen weltweit), an dem man das ganze Jahr ohne Bergsteigerkenntnisse, spezielle Zertifizierung oder winterliche Saisonterminierung im Inneren eines Gletschers spazieren gehen kann.
Unterschied zu natürlichen Eishöhlen
Diese Unterscheidung ist wichtig, besonders wenn man beide Optionen im isländischen Marketing gesehen hat:
Natürliche Eishöhlen (Vatnajökull): Durch Schmelzwassererosion im Gletscherinneren über Jahre geformt. Ändern ihre Form jährlich, manche verschwinden vollständig. Aus Sicherheitsgründen nur von November bis März zugänglich. Der visuelle Charakter ist organisch — unregelmäßige Kammern, wechselnde Deckenhöhen, durchscheinend blaue Eiswände.
„In den Gletscher” (Langjökull): Durch menschliche Ingenieurarbeit ausgehoben und gewartet. Konsistent und vorhersehbar. Ganzjährig geöffnet. Das Eis ist echtes altes Gletschereis (Jahrhunderte bis Jahrtausende alt), aber die Räume wurden herausgeschnitten statt natürlich geformt. Der visuelle Charakter ist gleichmäßiger — in manchen Abschnitten sind die Maschinenspuren zu sehen.
Keines ist besser — es sind unterschiedliche Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse. Natürliche Höhlen liefern das unvorhersehbare Erhabene; der künstliche Tunnel bietet konsistenten Zugang und ganzjährige Verfügbarkeit.
Das Monstertruck-Erlebnis
Die Fahrt zum Tunnel ist selbst ein Ereignis. Der Gletscher liegt über dem Straßennetz auf 1.200 Metern, über Hochlandgelände, das kein normales Fahrzeug bewältigen kann. „In den Gletscher” betreibt seine eigene Flotte stark modifizierter Monstertrucks — Fahrzeuge mit über einem Meter großen Reifen, die für die Überquerung von Schnee und weichem Hochlandgelände gebaut wurden.
Die 20–30-minütige Monstertruck-Fahrt von der Hochlandbasis zum Gletschereingang ist ein körperliches Erlebnis — die Fahrzeuge hüpfen und kippen auf unebenem Gelände auf eine Weise, die riskant wirkt, aber gut innerhalb ihrer Auslegungsgrenzen liegt. An Bord geben Führer Kommentare zur Landschaft. Die Aussichten von den erhöhten Fahrzeugen über das isländische Inland sind ausgezeichnet.
Für viele Besucher, insbesondere jene, die mit Kindern reisen, ist die Monstertruck-Fahrt eines der unvergesslichsten Elemente des Tages.
Im Inneren des Tunnels
Das Tunnelsystem umfasst ungefähr 500 Meter Gänge in einer Schleifenkonfiguration, die Ein- und Ausstieg am selben Punkt ohne Zurückgehen ermöglicht. Hauptmerkmale:
Eiswände: Das primäre Blickfang. Die geschnitzten Wände legen altes Gletschereis frei — von verschiedenen Ansammlungsperioden sichtbare Schichten, die von weiß bis zu hellblau reichen, wo die Dichte am höchsten ist. Man kann sehen, wie der Gletscher über Zeit aufgebaut wird: Schicht für Schicht aus verdichtetem Schneefall.
Räume und Kammern: Der Tunnel enthält breitere Kammern, in denen Führer Gruppen für Erklärungen versammeln können. Die bemerkenswerteste ist ein kleiner Kapellenraum — ein rein ästhetischer Zusatz, der von der Akustik des Eises profitiert.
Das Eis selbst: Berühren ist in bestimmten Bereichen erlaubt. Das Eis ist selbst mit Handschuhen überraschend kalt — eine Erinnerung daran, dass man sich in einem funktionierenden Gletscher befindet. Die Wände können dort leicht feucht wirken, wo Oberflächenwasser migriert.
Geologische Exponate: Der Tunnel enthält Lehrpanele, die die Gletscherbildung, das „In den Gletscher”-Projekt und Islands glaziologische Geschichte erklären.
Anreise
Der Langjökull ist vom Süden (über Route 518 von Route 35, der Kjalvegur-Hochlandstraße) oder vom Westen (über Húsafell, ein kleines Erholungsgebiet in Westisland) erreichbar. Der häufigste Weg:
Von Reykjavík: Ungefähr 2–2,5 Stunden mit dem Auto zur Hochlandbasis des Betreibers. Route 1 nordwärts, dann Route 520 oder durch Borgarnes Richtung Húsafell. Der Betreiber fährt geplante Abfahrten, die den Transfer zum Gletscher einschließen.
Aus dem Goldenen Kreis: Route 35 passiert die Kreuzung für den Langjökull-Zugang. Besucher, die den Goldenen Kreis auf eigene Faust fahren, können Langjökull am gleichen Tag hinzufügen — das verlängert den Tag erheblich, behält aber eine sinnvolle Geografie.
Wichtig: Jeder Zugang zum Tunnel muss über den Betreiber „In den Gletscher” erfolgen. Man kann nicht unabhängig zur Gletschereinfahrt fahren — die Hochlandstraße erfordert die spezifischen Fahrzeuge des Betreibers.
Perlan-Gletscher- und Eishöhlenausstellung — Reykjavík (Alternative für Nicht-Fahrer)
Kombination mit Motorschlittenfahren
Langjökull ist einer der wichtigsten Motorschlittenorte Islands, und der Betrieb „In den Gletscher” bietet als Ergänzung zum Tunnelbesuch Motorschlittentouren auf der Gletscheroberfläche an. Kombinierte Tunnel- + Motorschlittenpakete sind verfügbar und bieten gegenüber einzelner Buchung ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Reihenfolge ist typischerweise: Monstertruck-Transfer zum Gletscher → Motorschlittentour auf der Oberfläche → Tunnelbesuch. Das ergibt einen 5–6-stündigen Aktivitätsblock. Weitere Informationen zum Motorschlittenfahren auf isländischen Gletschern im Motorschlittenführer Island.
Für wen das am besten geeignet ist
„In den Gletscher” ist ideal für:
- Familien mit Kindern (Monstertrucks + Gletscherinnenraum ist für Kinder wirklich aufregend)
- Sommerbesucher, die Zugang zum Gletscherinneren wollen, aber keine natürlichen Eishöhlen erreichen können
- Personen, die keine anstrengenden Gletscherwanderungen machen können (keine Steigeisen erforderlich, überschaubares Gelände im Inneren)
- Alle, für die Planbarkeit und garantierter Zugang wichtig sind
Alternativen erwägen, wenn:
- Man von November bis März besucht und natürliche Vatnajökull-Eishöhlen erreichen kann — die natürliche Höhlenästhetik ist für die meisten Besucher spektakulärer
- Man speziell Gletscheroberflächen-Wandern möchte — die Tour umfasst keine Oberflächenwanderung wie Sólheimajökull- oder Skaftafell-Touren
- Budget die primäre Einschränkung ist — mit €125–165 gehört es zu den teureren Einzelaktivitäten auf Island
Geologie und Bewegung des Gletschers
Langjökull ist Islands zweitgrößte Eiskappe und bedeckt ungefähr 920 Quadratkilometer auf Höhen zwischen 1.100 und 1.500 Metern über dem Meeresspiegel. Im Gegensatz zu manchen Gletschertouristik, die das Eis als einfach gefrorenes Wasser behandelt, ist das „In den Gletscher”-Erlebnis zum Teil lehrreich darüber, was ein Gletscher wirklich ist.
Wie Gletscher entstehen: Islands Gletscher bildeten sich über Jahrhunderte angesammelten Schneefalls. In der Tiefe verdichten das Gewicht des angesammelten Schnees die unteren Schichten fortschreitend — zuerst zu Firn (teilweise verdichtetem Schnee), dann zu Gletschereis. Das im Tunnel sichtbare Eis ist in den oberflächennahen Schichten Jahrhunderte alt und tiefer im Inneren möglicherweise viel älter. Der Verdichtungsprozess entfernt Luftblasen und erzeugt das charakteristische blaue oder milchweiße Aussehen von Gletschereis.
Gletscherbewegung: Langjökull fließt von seinem höchsten Punkt aus in den aktivsten Abschnitten mit etwa einem Meter pro Tag nach außen — schneller als man erwarten würde. Der Tunnel bewegt sich mit dem Gletscher; die gesamte Struktur rückt jährlich etwa 1–2 Meter in Fließrichtung des Eises vor. Deshalb erfordert der Tunnel jährliche Wartung — das Eis bewegt sich um den und durch den ausgegrabenen Raum und muss umgeformt werden.
Schmelzwasser: Im Sommer sickert Schmelzwasser von der Gletscheroberfläche durch das Eis und tritt an den Gletscherrändern aus. Etwas davon lädt das Grundwassersystem auf, das Silfra und den Þingvallavatn-See speist. Das Wasser, in dem man in Silfra schwimmt, verbrachte vor Jahrzehnten bis Jahrhunderten Zeit in einem Gletscher wie dem Langjökull.
Gletscherrückzug: Langjökull zieht sich wie alle isländischen Gletscher messbar zurück. Satellitenbilder zeigen, dass der Gletscher jährlich an Fläche verliert. Der Rückzug ist weniger dramatisch sichtbar als am Sólheimajökull (der an seinem Ende eine Lagune hat), aber der Volumenverlust ist erheblich.
Fahrt zum Langjökull auf eigene Faust
Obwohl der gesamte Gletscherzugang die Fahrzeuge des Betreibers erfordert, ist die Fahrt zur Hochlandbasis in einem normalen Mietwagen möglich — zumindest im Sommer, wenn die Anfahrtstraße offen und trocken ist.
Die Hauptroute von Reykjavík:
- Route 1 nordwärts von Reykjavík nach Borgarnes (75 km, 50 Minuten)
- Route 50 ostwärts von Borgarnes Richtung Húsafell (70 km, 1 Stunde)
- Húsafell und die Betreiberbasis sind das Ende des normalen Straßenzugangs
Von hier aus setzen nur die Monstertrucks des Betreibers die Fahrt zum Gletscher fort. Unabhängige Fahrzeuge können nicht weiterfahren.
Route über den Goldenen Kreis: Alternativer Anfahrtsweg von Süden über Route 35 (Kjalvegur — nördliche Hochlandstraße aus dem Goldenen-Kreis-Bereich). Diese Route erfordert in den meisten Bedingungen einen Allradantrieb und ist effektiv eine Super-Jeep-/Hochlandroute. Sie ist landschaftlich schön, fügt aber Komplexität hinzu.
Winterzugang: Die Anfahrtstraße nach Húsafell kann im Winter unpassierbar sein oder einen Allradantrieb erfordern. Die Betreiber fahren die Gletschertouren das ganze Jahr über mit ihren eigenen Fahrzeugen von ihrer Basis aus, aber man sollte die Straßenbedingungen bestätigen, bevor man in den Wintermonaten (November–März) fährt.
Praktische Informationen
Saison: Ganzjährig. Sommer (Juni–August) ist Spitzenzeit — 3–4 Wochen im Voraus buchen. Im Winter gibt es weniger Besucher und bessere Motorschlittenbedingungen.
Temperatur im Inneren: Ganzjährig -1°C bis 0°C. Unabhängig vom Datum für Outdoor-Winterbedingungen anziehen.
Körperliche Anforderungen: Ungefähr 500 Meter auf unebem Tunnelboden laufen, mit einigen Bücken in niedrigeren Abschnitten. Keine Steigeisen erforderlich. Geeignet für die meisten Erwachsenen und Kinder über etwa 6 Jahre.
Dauer: 1 Stunde im Tunnel. Monstertruck-Transfer je Richtung: 25–30 Minuten. Gesamter Ausflug: 3,5–4,5 Stunden von der Hochlandbasis.
Fotografie: Weitwinkelobjektiv (16–24 mm) für die Tunnelgänge. Eiswände lassen sich gut mit ISO 1600–3200 und langen Belichtungszeiten fotografieren. Die Beleuchtung des Betreibers ist dezent, aber nutzbar.
Westisland — das Beste aus der Langjökull-Region herausholen
Langjökull liegt in Westisland, einem Bereich, der trotz wirklich ausgezeichneter Landschaften erheblich weniger Besucher als die Südküste empfängt. Den Langjökull-Gletscherbesuch in eine Westisland-Rundfahrt einzubauen ist eine der besten Reiserouten-Entscheidungen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis in Island:
Húsafell: Das kleine Erholungsgebiet in der Nähe der Langjökull-Anfahrtsstraße. Es gibt ein Geothermalbad, Camping und mehrere Gästehäuser. Die Hraunfossar-Wasserfälle (Flusswasser, das über eine 900 Meter breite Strecke aus einem Lavafeld austritt) liegen 15 Minuten von Húsafell entfernt und sind eine der ungewöhnlichsten Wasserfallformationen Islands.
Snæfellsnes-Halbinsel: 90 Minuten nordwestlich des Langjökull-Bereichs. Die Snæfellsnes-Halbinsel umfasst den Snæfellsjökull-Gletscher (den Jules-Verne-Vulkan), die Stadt Grundarfjörður, den Kirkjufell (der meistfotografierte Berg Islands) und dramatische Westküstenlandschaft.
Glymur-Wasserfall: Islands zweithöchster Wasserfall (196 Meter), 1,5 Stunden Wanderung vom Parkplatz im Hvalfjörður-Gebiet, etwa 50 km nördlich von Reykjavík und direkt auf dem Weg zum Langjökull-Bereich.
Eistunnel vs. natürliche Höhlen — abschließender Vergleich
„In den Gletscher” wählen, wenn:
- Man von April bis Oktober besucht (natürliche Vatnajökull-Höhlen sind geschlossen)
- Kinder oder Teilnehmer mit eingeschränkter körperlicher Mobilität dabei sind
- Man garantierten Zugang unabhängig von den Bedingungen möchte
- Man ohnehin in Westisland ist oder Langjökull-Motorschlittenfahren kombiniert
Eine natürliche Vatnajökull-Höhle wählen, wenn:
- Man von November bis März besucht
- Man in Südostisland untergebracht ist oder das Gebiet erreichen kann
- Echtes geologisches Erlebnis (natürlich geformte Höhlen) wichtig ist
- Man die visuelle Unvorhersehbarkeit natürlicher Formationen gegenüber der Konsistenz gegrabener Tunnel bevorzugt
Katla-Eishöhlen wählen, wenn:
- Man ganzjährigen natürlichen Höhlenzugang möchte
- Man ohnehin an der Südküste (Gebiet Vík) ist
- Man sich speziell für vulkanische Geologie interessiert
- Das Budget etwas eingeschränkt ist (Katla ist etwas günstiger)
Keine davon ist objektiv besser — es sind unterschiedliche Angebote, die unterschiedliche Reisepläne und Vorlieben bedienen.
Häufig gestellte Fragen zu „In den Gletscher” am Langjökull
Ist das Eis im Tunnel dasselbe wie das in natürlichen Eishöhlen?
Ja — das Eis ist echtes altes Gletschereis, dasselbe Material, das natürliche Eishöhlen bildet. Der Unterschied ist, dass die Tunnel hindurchgegraben wurden statt durch Schmelzwasser natürlich geformt zu werden. Die physikalischen Eigenschaften des Eises (Dichte, Farbe, Alter) sind identisch mit dem, was man in den natürlichen Höhlen des Vatnajökull finden würde.
Wie alt ist das Eis im Inneren?
Der Tunnel passiert Gletscherabschnitte, die je nach Tiefe vor Hunderten bis mehreren Tausend Jahren gebildet wurden. Führer geben spezifische Zeitangaben für die in bestimmten Abschnitten sichtbaren Eisschichten auf Basis glaziologischer Analysen an.
Kann ich „In den Gletscher” bei schlechtem Wetter besuchen?
Der Tunnel selbst ist vollständig vor Wetter geschützt — innen ist es unabhängig von den Außenbedingungen gleich. Der Monstertruck-Transfer kann bei extremem Wetter angepasst oder verzögert werden. Der Betreiber verwaltet die Terminplanung proaktiv rund ums Wetter.
Ist „In den Gletscher” für Menschen mit Klaustrophobie geeignet?
Der Tunnel ist in den meisten Abschnitten geräumig — ungefähr 3–4 Meter hoch und 2–3 Meter breit. Es gibt einige enge Verbindungsgänge. Besucher mit ausgeprägter Klaustrophobie könnten bestimmte Abschnitte unangenehm finden; das sollte man vor der Buchung mit dem Betreiber besprechen.
Gibt es einen Souvenirshop oder ein Café vor Ort?
Die Hochlandbasis hat grundlegende Einrichtungen. Auf dem Gletscher selbst gibt es kein Café. Für den gesamten Ausflug Wasser und einen Snack mitbringen.
Häufige Fragen zu In den Gletscher
Ist „In den Gletscher" eine echte Eishöhle oder ein künstlicher Tunnel?
Es ist ein künstlicher Tunnel — die Gänge wurden über mehrere Jahre maschinell ausgehoben und werden stabilisiert, während sich der Gletscher bewegt. Das Eis selbst ist absolut echt (in manchen Abschnitten Tausende von Jahren alt), der Zugangsweg wurde jedoch von Menschenhand geschaffen, nicht natürlich geformt. Das ist der grundlegende Unterschied zu den natürlichen Blaueishöhlen am Vatnajökull.Kann ich „In den Gletscher" im Sommer besuchen?
Ja — das ist sein entscheidender Vorteil gegenüber den natürlichen Vatnajökull-Eishöhlen. Der Tunnel ist das ganze Jahr offen, weil die künstliche Ausgrabung die strukturelle Integrität unabhängig von der Jahreszeit erhält. Das Gletschereis ist im Juli genauso zugänglich wie im Januar.Wie kommt man zum Langjökull?
Der Gletscher liegt in Westisland, etwa 2–3 Stunden von Reykjavík über Route 1 und Route 518 (teilweise unbefestigt). Alle Besucher müssen die speziell modifizierten Monstertruck-Fahrzeuge des Betreibers nutzen — normale Fahrzeuge können den Gletschereingang aufgrund des Hochlandgeländes und der Höhenlage nicht erreichen. Der Monstertruck-Transfer ist Teil des Erlebnisses.Was kostet „In den Gletscher"?
Ungefähr 19.000–25.000 ISK (€ 125–165) pro Person inklusive Monstertruck-Transfer zum Tunneleingang. In der Hochsaison sind die Preise höher. Der Betreiber (Into the Glacier) hat den einzigen Zugang zu diesem Tunnel.Welche Temperatur herrscht im Tunnel?
Ganzjährig etwa -1°C bis 0°C. Das Gletschereis hält eine gleichbleibende Temperatur. Warme Schichten sind unbedingt erforderlich; der Betreiber empfiehlt, sich für Outdoor-Winterbedingungen anzuziehen, unabhängig von der Außentemperatur.Lässt sich „In den Gletscher" mit Motorschlittenfahren kombinieren?
Ja — dieselbe Operation bietet Motorschlittentouren auf der Langjökull-Gletscheroberfläche an. Viele Besucher kombinieren den Eistunnel mit Motorschlittenfahren, was ein ausgezeichnetes ganztägiges Gletschererlebnis ergibt. Kombinationspakete sind erhältlich.
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